#013 Kerstin Gier (Autorin) - Kreative Prozesse und Herausforderungen in der Buchbranche
Shownotes
Heute habe ich eine ganz besondere Frau bei mir im Heldenmomente-Podcast – eine Autorin, deren Bücher Millionen von Leserinnen und Lesern verzaubern. Ob die Mütter-Mafia, Männer und andere Katastrophen oder ihre Jugendromane die Edelsteintrilogie, Silber und Vergissmeinnicht – Kerstin Gier versteht es meisterhaft, Humor, Herz und Spannung zu verbinden. Wir plaudern darüber, was Kerstin antreibt, wie sie ihre Geschichten erschafft, welche Erfahrungen sie dorthin gebracht haben, wo sie heute steht, und vielleicht kann ich ihr auch das ein oder andere Geheimnis hinter ihren Bestsellern entlocken.
Kerstin ist für viele Autorinnen und Autoren ein Vorbild und mich begeistert zudem ihre herzliche, sympathische Art, mit der sie Menschen begegnet.
Habt ihr Wünsche, wen ich zu Heldenmomente einladen soll? Dann schreibt mir gerne unter podcast.heldenmomente@gmail.com, oder hinterlasst mir auf Instagram eine Nachricht. Ich freue mich auf den Austausch mit euch!
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Sprecher: Elias Emken | Produziert durch Das Hörspielstudio Kreuzberg
Transkript anzeigen
00:00:05: Heldenmomente, der Interview- und Talkpodcast mit Nika Stevens
00:00:10: und ihren Gästen.
00:00:12: Heute mit Kerstin
00:00:15: Gier.
00:00:15: Hallo und herzlich willkommen!
00:00:22: Ich freue mich, dass ihr wieder dabei seid.
00:00:24: Heute habe ich eine ganz besondere Frau bei mir im Heldmomentepodcast – einer Autorin, deren Bücher Millionen von Leserinnen und Lesern verzaubern Ob die Mütter-Mafia, Männer und andere Katastrophen oder ihre Jugendromane Die Edelstein Trilogie, Silber und Vergissmein nicht.
00:00:43: Kerstin Gier versteht es meisterhaft Humor Herz und Spannung zu verbinden.
00:00:48: Wir plaudern darüber was Kerstine antreibt Wie sie ihre Geschichten erschafft Welche Erfahrungen Sie dorthin gebracht haben wo sie heute steht Und vielleicht kann ich ja auch das ein oder andere Geheimnis hinter ihren Bestsellern entlocken.
00:01:02: Kerstin
00:01:02: ist für viele Autorinnen und Autoren ein Vorbild.
00:01:05: Und mich begeistert zudem ihre herzliche sympathische Art, mit der sie Menschen begegnet.
00:01:14: Herzlich willkommen liebe Kerstine!
00:01:16: Ich freue mich unglaublich auf dich.
00:01:19: Ja vielen Dank dass du mich eingeladen hast liebe Nika.
00:01:22: ich freu mich auch sehr.
00:01:23: Ich habe ja eine Umfrage gemacht, wen wünscht ihr euch denn mal so als zukünftigen Gast?
00:01:28: Und da warst du ganz von mit dabei.
00:01:30: Echt?!
00:01:30: Das ist lustig, weil ich finde ja dass sich immer das selbe sage.
00:01:34: Nach so vielen Jahren habe ich das Gefühl jede Frage schon mal beantwortet zu haben und hab immer Angst, ich langweile die Leute damit, dass ich immer und über dieselben Geschichten erzähle.
00:01:44: aber schön!
00:01:45: Ich geb mir Mühe.
00:01:46: Wie gehts dir denn heute?
00:01:47: Und wovon halte ich dich jetzt gerade ab?
00:01:50: Von gar nichts.
00:01:51: wir haben ja...ich weiß nicht ob wann du den Podcast dann sendest Aber wir haben einen wunderschönen stürmischen Sonntagmorgen Und da habe ich mir einfach mal frei genommen und deshalb ist das ein super Termin gewesen.
00:02:03: Du sag mal ehrlich, arbeitest du Sonntags immer?
00:02:06: Oftmals ja!
00:02:07: Also es kommt immer darauf an ob ein Abgabetermin ansteht.
00:02:11: Ich versuche schon die Wochenenden mir freizuhalten aber das funktioniert halt leider nicht immer.
00:02:16: Das ist nämlich so dass wir Autohon ja immer den Sonntag sogar besonders gerne arbeiten weil uns sonst niemand stört denkt man so.
00:02:23: Aber ich hab mir das jetzt mal bewusst immer vorgenommen auch mal versucht, einen Wochenende zu machen.
00:02:29: Also wie normale Menschen einfach mal am Wochenende nicht zu arbeiten.
00:02:34: Das heißt normale Menschen.
00:02:35: Es gibt ja auch genug Berufe wo Menschen auch im Wochenende arbeiten müssen in der Pflege zum Beispiel.
00:02:42: Das ist ja bei uns Freiberufler und eh noch einmal so ein anderes Ding.
00:02:45: aber man muss sich eben wirklich dran erinnern jetzt musst du dir einfach mal einen freien Tag können das ist einfach so.
00:02:52: Aber dadurch dass wir ja auch lieben was wir tun.
00:02:54: Also es gibt wirklich viele Tage, wo ich's ja auch gar nicht als Arbeit ansehe und das geht dir doch bestimmt genauso.
00:03:02: Nee!
00:03:02: Ich finde es ist harte Arbeit.
00:03:04: tatsächlich also ich komme eher umgekehrt.
00:03:07: Ich find' es eher um gekehrt schwer zu sagen hier ist er mal selten dass das passiert ist und heute hat es super tollen Spaß gemacht.
00:03:16: Ich liebe es mir Geschichten auszudenken aber ich finde das Schreiben wirklich harte arbeit und das jetzt schon so lange Genau dieses... Aber ich muss noch, weil ich schreibe sehr langsam und deshalb muss ich auf die Wochenenden dazunehmen.
00:03:31: Gerade wenn dann eine Deadline auf einen zukommt.
00:03:34: Erst mal ganz weit weg.
00:03:35: aber ich komme sehr näher diese Deadlines!
00:03:38: Und ich finde es Arbeit.
00:03:41: Ich wüsste jetzt keine Arbeit, die mir vielleicht alternativ mehr Spaß machen würde.
00:03:46: Aber ich wüsse tausend Dinge, die ich lieber machen würde als dann zu schreiben tatsächlich.
00:03:52: Also ja, es macht Spaß.
00:03:54: Wenn ich mir diese Arbeit als Arbeitsaussuche wäre es immer noch die, die ich mehr aussuchen würde.
00:03:59: aber manchmal hätte ich halt lieber gerne Freizeit.
00:04:02: Das war früher nicht so tatsächlich.
00:04:05: Das ist bei mir eben auch genau das.
00:04:06: wenn ich diese Deadline zu eng habe dann ist es für mich auch Poro Stress und Arbeit und dann macht's eigentlich auch keinen Spaß mehr weil man gar nicht mehr weiß was soll man denn jetzt zuerst machen?
00:04:16: Und ich finde da auch die Kreativität die leitet dann darunter.
00:04:19: deswegen ich versuche wirklich auch bewusst Ja, bevor ich da Verträge abschließe mir genug Freiraum zu lassen, dass ich da genug Zeit habe bis sich das abgeben muss.
00:04:28: Das macht bei mir echt einen richtig großen Unterschied.
00:04:31: Genau das!
00:04:32: Also du hängst mit einer Deadline vielleicht schon hinterher oder schaffst die gerade mit Ach und Krach?
00:04:37: Dann startest Du ja schon erschöpft in das nächste Projekt und die Deadline hängt dir wieder im Nacken... Ich bin mittlerweile so langsam geworden, dass auch eine weitgesteckte Deadline nicht schaffe, deshalb schreibe ich gerade ein Projekt ohne Deadline um zu gucken was passiert.
00:04:56: Wenn ich keine Deadline habe ob ich dann überhaupt Arbeit oder die ganze Zeit der Hühneröhrung hab ja keine Deadlight.
00:05:02: also es ist ja immer so eine Frage wie viel Druck braucht man um überhaupt dranzubleiben an so einer Geschichte?
00:05:11: Richtig Wie motivierst du dich wenn du wirklich mal merkst heute hast du gar keine Motivation?
00:05:19: Das ist auch, hat sich alles so geändert bei mir.
00:05:23: Ich wollte noch mal zurückfragen weil ich das gerade so interessant war, weil du gesagt hast wir haben ja Freude und das hast du mit einer ganz großen Selbstverständlichkeit gesagt dass Arbeit pure Freude ist.
00:05:34: Und sofort kamen in mir so Schuld- und Neidgefühle hoch nämlich ich hab es ganz oft nicht!
00:05:42: Es macht mir immer noch Riesenfreude, mir in der Geschichte auszudenken.
00:05:46: Es macht mich immer noch große Freude zu sehen wie die Gestalt annimmt.
00:05:51: aber ich habe beim Prozess des Schreibens ganz viele... Also die Mehrzahl der Stunden, die ich damit verbringe, verbring' ich mit dem Gefühl harte Arbeit zu tun, die mir nicht Spaß macht.
00:06:08: Und ich frag dich gerade, hast du das wirklich?
00:06:10: Du setzt dich an den Computer und dann hast du dieses freudige Gefühl im Magen, dass du sagst, oh jetzt schreibe ich die Szene X, Y, Y habe mich schon die ganze Zeit so gefreut.
00:06:20: Wunderbar!
00:06:22: Wie gesagt, ich habe es eben festgestellt, dass sich nicht zu viel Druck haben darf.
00:06:25: Ein gewisser Druck muss da sein aber das darf ihm nicht zu Ende gesteckt sein weil dann ist bei mir die Freude auch weg und was mir hilft wenn ich mich so zwischenziele stecke.
00:06:36: Weil so ein Buch das ist ja wirklich endlos bis du am Ende bist und du hast der Durststrecken und seitdem ich mir das aber so in Sequenzen einteile du dich sozusagen immer erst mal auf diese erste Sequenz zu arbeiten und dann auf die zweite.
00:06:50: Und das sind so zwischen Erfolge, da freue ich mich dran und dann siehst du auch wie du da vorwärts kommst als wenn das ein endloses Ding ist weißt Du?
00:06:59: Das hilft mir total!
00:07:01: Aber es ist ja auch bei jedem anders.
00:07:04: Wir haben einen Beruf der von außen betrachtet für viele der Wunschberufe, der Traumberuf und überhaupt was und sich finde das auch immer noch.
00:07:12: Also hätte ich jetzt nochmal, müsste ich in der Zeit zurückgehen und müsste nochmal wählen dann wäre es immer noch derselbe Beruf den nicht wählen würde.
00:07:21: Das wäre immer noch dieselbe Sache die ich am liebsten machen würde.
00:07:24: Und trotzdem habe ich's geschafft über die Jahrzehnte mir ganz viel von dieser Freude wegzunehmen.
00:07:32: Ich hab ganz viel was ursprünglich die Antriebsfeder war.
00:07:38: für mich war schreiben immer Belohnung.
00:07:40: Wenn ich mich früher als Kind irgendwie hingesetzt habe oder als Junge Erwachsene und geschrieben hab, da war das Belohnung.
00:07:47: Das war das was ich gerne gemacht habe um mich zu entspannen!
00:07:51: Und als es dann Arbeit wurde, keine Ahnung, hat es im Gehirn irgendwie... Hatte's das umgebaut?
00:07:58: Und das ist so schade, ich hätte das gern zurück.
00:08:02: Und ich versuche mir das gerade zurückzuholen und daran arbeite ich, dass es jetzt mein Altersprojekt sozusagen zurückzukommen in diese pure Freude am Schreiben.
00:08:13: Also dieses Pure!
00:08:15: Das hat natürlich viele Ursachen, warum das keine Freude mehr war.
00:08:20: Über die können wir auch gerne reden aber... Ich bin so lange dabei Es ist also über dreißig Jahre, habe ich jetzt mal geredet.
00:08:30: Dreißig jahre!
00:08:31: Genau dreißdjahre.
00:08:33: vor dreißi... doch genau dreißtJahre, fünf neunzig hab ich meinen ersten Buchvertrag unterschrieben.
00:08:40: Oh Gott das ist wirklich schon lange.
00:08:42: Diesen Unbeschied das kenne ich auch, ob du es erstmal nebenberuflich machst weil dann war das ja was da hast du dich drauf gefreut?
00:08:47: Du konntest gar nicht warten dich an den Laptop zu setzen so und ich bin jetzt auch seit über zehn Jahren dann frei beruflich.
00:08:53: Das macht echt einen Unterschied aus.
00:08:55: Weil dann ist es wirklich, wie du schon sagst, offiziell deine Arbeit... Du musst dich selbst motivieren!
00:09:00: Da ist kein Chef der dir mal von hinten auf die Schulter klopft und sagt jetzt aber Gippa Power?
00:09:05: Ja das ist völlig spielerische, dieses völlig freie... Das habe ich einfach geopfert.
00:09:13: Ich glaube, das haben wir wahrscheinlich alle geopfert für was sogenanntes professionelles.
00:09:18: Also auch dass du nicht mehr... Also diese dreißig Jahre, wenn ich das jetzt mal so rückschaue hatte ich das wahnsinnige Glück zumindest die ersten zehn davon völlig unbehelligt schreiben zu dürfen.
00:09:34: Wenn ich heute also heute eine junge Autorin wäre damals die Kerstin von Damals in der heutigen Zeit hätte nach dem Ersten Buch aufgegeben Ich hätte das gar nicht durchgehalten.
00:09:47: Dieses Druck, den diese junge Autorin heute, diese Generation ausgesetzt ist, den hätte ich überhaupt nicht durchgestanden.
00:09:55: Dieses öffentliche... Ich wusste gar nicht was ich leser hatte!
00:09:59: Das war sowas Theoretisches im Hintergrund.
00:10:02: Damals war das Internet noch irgendwie keine Ahnung.
00:10:05: Es gab kein Social Media Zumindest nicht für mich Also weiß ich nicht falls es die schon gab.
00:10:11: Es gab einfach nicht dieses Gefühl.
00:10:15: Du weißt, für wen du das schreibst.
00:10:17: Du hattest noch nicht diese Dauerkritiker-Stimmen im Hinterkopf?
00:10:23: Du warst auch noch nicht so vernetzt mit KollegInnen was wiederum Nachteile.
00:10:27: aber auch den Vorteiler dass du dich eben automatisch gar nicht verglichen hast!
00:10:31: Du hättest keinen Zugang zu gar nichts.
00:10:34: und das waren meine ersten zehn Jahre.
00:10:36: ich durfte schreiben was ich wollte niemand hat mir da reingekwatscht.
00:10:40: Ich durfte ganz viel dazulehren Grotten schlechte Bücher geschrieben, aber die waren eher irgendwelche... Titel, die eine Viertelseite im Programm bekommen haben.
00:10:50: Das war egal.
00:10:51: ich durfte mich ausprobieren!
00:10:53: Ich durfte lernen und heute da kriegen die zwar ganz oft direkt am Anfang ein tolles Spitzentitel Marketing aber wenn es dann nicht klappt werden sie auch wieder fallen gelassen wie ne heiße Kartoffel.
00:11:03: und der Druck ist von Anfang an viel viel größer.
00:11:06: du bist unglaublich vernetzt Du siehst ganz viel.
00:11:09: jeder zeigt jeden Tag im Internet Wie toller ist wie viele Wörter er heute geschafft hat oder seiten.
00:11:15: keine Ahnung muss ja sich vergleichen.
00:11:19: Und was für einen Druck ist das?
00:11:21: Das tut mir oft so leid für diese jungen Menschen, für diese junge Talente die vielleicht einfach gerade wenn du jung bist, bist du auch noch nicht so gefestigt in deinem Charakter.
00:11:34: also ich bin es heute noch nicht.
00:11:36: und wie wäre ich erst gewesen da mit Mitte zwanzig Ende zwanziger wenn ich da mit solchen Dingen konfrontiert worden werde?
00:11:44: Ich hätte nicht durchgehalten Ich hätte spätestens beim zweiten Buchwärch raus gewesen.
00:11:49: Und da so gesehen war es ein Segen, dass ich in dieser Zeit das Glück hatte meine ersten Bücher schreiben zu dürfen.
00:11:56: Ja
00:11:56: ja!
00:11:59: Ich sehe das auch mit ganz großer Sorge was du junge Autorinnen und Autoren angeht wie dieser Markt gerade so gestrickt ist.
00:12:07: Bei dir denke ich ist es genau das weil du hast einen riesen großen Erfolg gehabt Und so toll das ist, aber da kommt auch so ein Druck und so eine Erwartungshaltung mit.
00:12:18: Ich denke genau das ist dann auch das was dir letztlich die Freude nimmt.
00:12:22: Weil du ja wie gesagt du willst diese Erwartungshaltung erfüllen, dann kommt ein gewisser Perfektionismus rein weil du willst es ja toll machen.
00:12:30: Dann hast du jetzt auch durch deine Erfahrungen umso mehr Bücher man schreibt ums mehr Erfahrungen hat man.
00:12:34: ja Gehst du da schon selbst auch mit einer größeren Erwartung ran, wie dein Text zu sein hat als du das früher gemacht hast?
00:12:43: Wo du das viel locker schreiben konntest.
00:12:45: Weil du einfach vielleicht auch einige Schreibregeln noch gar nicht so kanntest und jetzt hast du das so von dem Kopf.
00:12:52: oh hab ich das jetzt richtig umgesetzt?
00:12:54: also man ich denke dass ist eben bei du selbst auch Mit einer höheren Erwartungshaltung ran gehst und das nimmt dir die Freude.
00:13:01: Ja, das stimmt.
00:13:01: Perfektionismus ist auf jeden Fall auch ein großer Feind der Kreativität, weil du kannst ja immer nur so gut schreiben wie du in dem Moment kannst und einfach ... Der Leser merkt es ganz oft nicht oder die Leserin... Das ist ganz oft so'n das was wo ich weiß dass es richtig gut geworden, wo ich absolut glücklich mit dem ergegten bin.
00:13:23: Das heißt nicht unbedingt, dass das bei der Leserin am Ende so ankommt!
00:13:27: Weißt du, das ist ja Geschmackssache oder Empfindungssache.
00:13:32: Und deshalb ist es das Wichtigste, dass du erstmal mit dir selber irgendwie im Reinen bist und eben nicht die ganze Zeit diese Stimmen im Hinterkopf hast, die hier sowieso gar keine einheitlichen Stimmen sind.
00:13:43: Jeder sagt ja was anderes, jeder wünscht sich was anderes!
00:13:46: Du kannst es ja eh niemandem recht machen.
00:13:50: Aber genau, das is auch einer der Gründe warum diese Freude so abnimmt.
00:13:56: Ich denke, jeder der schreibt hat irgendwann schon mal die Frage sich gestellt.
00:14:04: also auch wenn du es für dich selber erstmal machst.
00:14:07: Für wen schreibe ich denn?
00:14:08: Ich weiß das als Kind zum Beispiel ganz gerne wollte dass meine Mutter meine Tagebücher liest in der Hoffnung, dass ihr mal sieht wie blöd sie war im Streit Y oder so.
00:14:19: Hat die natürlich nie gemacht!
00:14:20: Hat jeden Dreck interessiert.
00:14:22: aber ich glaube... Also wenn du etwas aufschreibst und formulierst, kann es schon sein, dass du, wenn's unterbewusst ist, das für jemanden anders machst.
00:14:33: Nicht nur für dich allein!
00:14:36: Und deshalb wir brauchen ja Leserin... also wenn ich mir jetzt eine Geschichte ausdenke, isst ihr hier in meinem Kopf wunderbar?
00:14:44: Brauche ich gar nicht aufzuschreiben, das mache ich ja für andere.
00:14:48: Ich hab die Geschichte ja mir schon ausgedacht.
00:14:50: aber dieses Aufschreiben so, dass andere die auch verstehen und das andere die nachfühlen.
00:14:56: Dass andere mitfiebern, dass anderen die lieben können.
00:14:59: Das ist so harte Arbeit!
00:15:01: Weil du musst ja einen Kompromiss finden für alle, die es lesen.
00:15:07: Ja... Aber ja, das meckert auf hohem Niveau merke ich gerade ne?
00:15:12: Nein, das ist ja kein Mäcker und es ist ja ein super Einblick auch mal gerade für junge Autorinnen.
00:15:17: Was da in dir gestandenen Autoren auch vorgeht wenn du an einem neuen Buch sitzt?
00:15:21: Und dass eben Erfolg auch Schattenseiten mit sich bringt wie einen wahnsinnigen Erwartungsdruck, mit dem man auch klarkommen muss.
00:15:29: Und umso jünger man ist und umso mehr hat man dann vielleicht daran zu knapp bauen.
00:15:34: Ja aber gut ich war lange Jahre einfach nicht erfolgreich.
00:15:39: also heute wenn man das nochmal so guckt Da waren Zahlen einer nicht erfolgreichen Autorin.
00:15:45: Ich war im Taschenbuch bei Lübbel, mit der Frauenunterhaltung und wenn man sich die Zahlen aber anguckt, waren das fantastische Zahlen.
00:15:54: Aber es war trotzdem unter Ferner liefen so.
00:16:02: Die Zahlen sind ja auch grottig geworden überall.
00:16:05: also der ganze Buchmarkt hat ja quasi keinen Mitlist mehr.
00:16:10: Also es ist so, das ist ja umso schwieriger geworden heute auf diesem Buchmarkt zu bestehen.
00:16:17: Man kann nicht einfach nur irgendeine Mitlistautorin sein und da die ganze Zeit sogar trotzdem noch von leben können – das konnte ich ja!
00:16:26: Das geht gar nicht.
00:16:27: Man muss entweder den großen Erfolg haben oder man muss einen Job nebenher haben was den Druck ja noch mehr erhöht und auch das über die Dauer zu schaffen, einen kontinuierlichen Erfolg zu haben weil man sich für diesen Job entschieden hat, das war damals möglich.
00:16:44: Damals konnte ich dann sagen okay, dann muss ich dieses Jahr zwei Bücher schreiben aber man konnte davon leben und das kann man heute gar nicht mehr und das finde ich erhöht den Druck ja nur noch mehr.
00:17:02: Voller Mitleid für diese junge Generation und voller Bewunderung, wie die sich da reinstürzen.
00:17:09: Also ich finde sie machen so vieles, soviel besser als ich das jemals gemacht habe Und denkt dann immer so Mann!
00:17:16: Das hätte ich gar nicht gekonnt.
00:17:17: also in diesem Alter hätte ich das überhaupt nicht so gekonnten.
00:17:22: Die machen das schon ziemlich
00:17:23: gut.
00:17:24: Es ist ja auch diese Diese Schierer Masse an Büchern, dann sind ja noch die E-Books dazugekommen.
00:17:30: Das gab es auch noch nicht als du angefangen hattest.
00:17:32: Es
00:17:33: gibt ja auch manche Bücher, die nur als E-Book erscheinen, wo er sich schon eine große Leserschaft gefunden hat.
00:17:40: und Ja, es sind eben so viele Bücher die jeden Monat erscheien.
00:17:44: und da die Sichtbarkeit zu erlangen das hast Du ja schon auf jeden Fall Ja, wo du sagst wenn du jetzt ein neues Buch rausbringst die Sichtbarkeit wird da sein.
00:17:52: Aber das wie gesagt ist ihm auch wieder das was Druck bringt ne?
00:17:56: Aber erzähl uns doch mal!
00:17:57: Wie ging's denn bei dir überhaupt
00:17:58: los?!
00:17:59: Wie kam es denn dazu dass du gesagt hast ich schreibe jetzt mal einen Buch?
00:18:05: Ich glaub das war aus so einem so einem Gefühl heraus.
00:18:10: Jetzt oder nie!
00:18:11: Ich wollte ja...ich hab immer gern geschrieben.
00:18:14: Als Kind fand ich das toll Da lag´s mehr daran festhalten wollte, was sie immer gespielt haben als Kinder.
00:18:23: Wir haben ja den ganzen Tag gespielt.
00:18:24: wir waren wochenlang in irgendwelchen Rollen versunken und haben mega gespielt.
00:18:30: von außen sahen wir halt einfach nur aus wie kinder die irgendwo rum klettern oder laufen aber es war ein piratenschiff oder was der himmel.
00:18:40: Das habe ich dann aufgeschrieben.
00:18:41: Ich habe unsere Spiele quasi aufgeschoben, warum?
00:18:44: Ich hab das Wort quasi heute schon sehr oft benutzt.
00:18:46: Das heißt jetzt mal... Das war so der Anfang aber da war es schon mühsam das Aufzuschreiben.
00:18:53: also ich weiß noch dass sich dann die erste Seite habe ich noch schön geschrieben und dann konnte man es nicht mehr lesen.
00:18:58: nur wenn man... Ja, das war gar nicht mehr lesebar!
00:19:03: Und ganz am Anfang dachte ich ja dann kann man das später mal zu seinem Beruf machen in der Grundschule noch.
00:19:09: Aber später habe ich das dann schnell an den, also als fantastisch und zu groß irgendwie abgehakt.
00:19:17: Und hab auch erst mal was anderes studiert.
00:19:19: Ich hab Germanistik tatsächlich zuerst studiert aber auch nicht lange.
00:19:23: da musste man noch zwei Fächer dazu wählen, das habe ich erst am Tag der Einschreibung erfahren.
00:19:29: Habe ich noch Musikwissenschaften und Angelistik dazustudiert?
00:19:32: Hab aber schnell gemerkt, nee also dass es jetzt überhaupt nicht das was ich mal machen wollte hab dann umgesattelt auf Diplompädagogik und hab das auch zu Ende gemacht, aber auch nur weil ich meinen Eltern nicht nochmal sagen konnte, dass das auch wieder nichts... Also ich dachte irgendwas muss ich ja zu Ende machen.
00:19:49: Da hatte ich noch so ein Zusatzstudium, das hieß Kommunikationspsychologie und Medienpädagog.
00:19:56: Aber ich hatte keinen Berufsziel oder Wunsch.
00:19:59: Ich wusste null was sich damit anfangen sollte.
00:20:03: Und hab auch während Studiums schon immer gejobbt und gedacht irgendwie kommt man halt schon durch um seine Miete zu zahlen.
00:20:09: Immer als Sekretärin und Assistentin der Geschäftsführung.
00:20:14: Und da kann man ja ganz gut Geld verdienen.
00:20:16: aber... war auch gar nicht so schlimm, fand ich.
00:20:19: Weil wenn man tagsüber setzt sich voll ein und danach ist irgendwie Schluss da hat man Zeit dann ist man befreit.
00:20:28: das denke ich heute noch während du ja wenn du schreibst Tag und Nacht mit diesem Buch beschäftigt ist.
00:20:38: Ich träume davon, ich wache nachts auf und muss aufstehen und schnell was aufschreiben oder ich grübele über Probleme nach manchmal wochenlang.
00:20:49: Das hat man ja nicht wenn man einen anführlichen normalen Job hatte irgendwie und das hatte auch etwas.
00:20:55: aber dann ist mein Vater gestorben und ich glaube als mein Vater muss ich doch nochmal meinen Leben so überprüfen.
00:21:06: Damals war ich siebenundzwanzig oder ich glaube schon achtundzwantzig und dann habe ich gedacht, ich versuche das jetzt mal!
00:21:13: Ich kündige diesen blöden Job in dem ich gerade stecke... Das war auch so ein Aushilfsjob der furchtbar war aber so einem Pferdebedarf zum Reiterbedarfsgroßhandel Hölle war dieser Job.
00:21:27: Und da hab' ich dann gekündigt.
00:21:31: Ich dachte, ein Jahr lang versuche ich jetzt zu schreiben.
00:21:34: Und wenn das nichts wird, dann kann ich ja immer noch was anderes machen.
00:21:38: Also das kann ich für den Rest meines Lebens machen.
00:21:41: Da werde ich ... Kann ich da immer irgendwas machen?
00:21:43: Ja und das habe ich dann gemacht!
00:21:45: Dann kriegte ich auch direkt einen Buchvertrag bei Bastel Lüppe.
00:21:49: Das war Glück einfach... Ich habe mich nirgendwo anders beworben, das war nur da.
00:21:55: Da war das von Skripting gekommen.
00:21:56: und dann kriegte ich diesen Buchvertrag.
00:21:58: Und jetzt gesagt direkt machen wir direkt einen Dreibuchvertrag.
00:22:02: Das war ein gewisses Risiko dass eine buch hatte ja fast fertig aber auch ganz schlechtes Buh Männer und andere katastrophen es hatte gar keine handlung das war einfach irgendwie.
00:22:15: Aber wir hatten das Jahr nineteen fünf neunzig und da war das gerade irgendwie.
00:22:19: das Buch war lustig Damals.
00:22:23: Und dann habe ich gedacht, na ja kann nicht das oder kann es nicht.
00:22:26: und da hab' ich einfach Ja gesagt.
00:22:28: und dann habe Ich das gemacht.
00:22:29: und dann hatt' ich's an der Backen.
00:22:30: Die hat mir direkt so ein Pseudonym generiert Das war Jule Brandt.
00:22:34: Dann hatte ich dieses Pseuda-Nyum und hab Bücher geschrieben und zwar zwei drei im Jahr und die waren aber kurz ob klein Hundert achtzig Seiten so zweihundertfünfzig maximal.
00:22:51: Das war noch Zeiten.
00:22:53: Und dann habe ich das gemacht und da bin ich dran
00:22:55: gewesen.
00:22:55: War ja auch schon mutig, dass du es dir getraut hast, dass Du wirklich gesagt hast Ja, steht das jetzt mal durch?
00:23:01: Ja,
00:23:02: ein Jahr!
00:23:04: Ich bin zu meinem Mann damals noch nicht, das war mein Freund.
00:23:10: Tja, ich wohne jetzt bei dir.
00:23:13: Ich versuch das jetzt ein Jahr, sitze ich hier wie so einen Schmarotzer in der Wohnung und schreibe.
00:23:20: Aber tatsächlich bin ich im Juni bei ihm eingezogen und im September habe ich diesen Buchvertrag schon gehabt.
00:23:28: Also es war eigentlich ziemlich schnell!
00:23:30: Und weil
00:23:30: dir kam es ja wirklich mit dem ersten Buch dann auch zur Vorfilmung?
00:23:35: Hört sich nicht, ja.
00:23:36: Das war damals ... also diese Zeit in den neunzigern Jahren.
00:23:40: das waren die sogenannten Frauenromane.
00:23:43: ich weiß nicht ob du dich dann noch erinnerst aber das war so auf dem abklingenden.
00:23:51: Es war halt kein Trend mehr so, aber die liefen halt noch.
00:23:54: Jeder Verlag hatte so ein Imprint auf dem irgendwie Frauenunterhaltung dann... Was der Lübe hatte einfach einen gigantischen Schriftzug!
00:24:02: Der Eimer quer über dieses Buch ging da schon Frauen drauf in so riesen, Riesenbuchstaben.
00:24:09: Das wäre glaube ich so nachhinein auch nicht der Verlag gewesen den ich mir dafür ausgesucht hätte.
00:24:16: Aber es war ja ein Glücksfall.
00:24:18: Er war ja direkt bei uns um die Ecke und Ich habe da so viele liebe Menschen kennengelernt und war sehr lange, sehr glücklich und sehr aufgehoben.
00:24:27: Und es sind heute noch zum Teil gute Freunde einfach die Menschen von Lübe.
00:24:32: Und ich bin froh dass ich diesen Verlag hatte und diese Gelegenheit damals.
00:24:37: Ja das waren Zeiten!
00:24:39: Wir haben damals ein Haus gebaut und wir brauchten das Geld.
00:24:42: also ich war immer sehr dankbar für jeden Buchvertrag den ich da gekriegt hab.
00:24:49: Aber was ging da in dir vor, wo dann auf einmal die Nachricht kam?
00:24:53: Ey deine Geschichte, die du dir da ausgedacht hast.
00:24:55: Die wird verfilmt!
00:24:57: Ich glaube das war ganz schnell auch diese Ernüchterwohnung Es geht ja nie immer so schnell Das ist ja so eine Verfilmung.
00:25:07: Kann wir auch einen eigenen Podcast noch mal drüber machen, wie enttäuschend es oft ist Das dauert, also die sichern sich die Rechte und dann optionieren sie und optionieren Sie und optionierend verlängern die Optionen.
00:25:20: Und es dauert.
00:25:21: du hast schon ganz vergessen das überhaupt wollten und ich glaube dass das Ding der Männer und andere Katastrom aber relativ schnell weiß nicht mehr genau Aber das war ja auch nur fürs Fernsehen im Rahmen von irgendwie so einer Reihe gar nichts von meinem Buch übrig, außer der Namen glaube ich.
00:25:38: Ich glaube es war mit Heike Makatsch sogar irgendwie sehr cool.
00:25:41: aber da das gar nicht mehr in meinen Buch zu tun hatte, hatte ich glaube auch nie das Gefühl oh toll mein Buch ist verfilmt worden.
00:25:49: Ich glaub dass hat sich schnell gegeben spätestens beim Anschauen des Films dann.
00:25:53: Das blieb ja auch so.
00:25:56: Also ich glaube das ist bei mir so...ich habe fast alle von diesen Frauenromanden sind verfilmt worden.
00:26:04: Du kannst du zum Teil nicht wiedererkennen.
00:26:08: Die
00:26:08: Bücher, ich frag mich das so einfach mal.
00:26:11: Ja aber sie brauchen es doch gar nichts zu machen.
00:26:13: also Sie müssen doch gar nicht ein Buchstoff optionieren.
00:26:17: wenn am Ende gar nix übrig bleibt von diesem Buchstopp dann sollen sich doch direkt so schreiben wie sie's wollen und einfach die Namen ändern.
00:26:25: Ich hätte jetzt nicht gemerkt bei bei neunzig Prozent der Verfilmungen hätte ich gar nicht gemerkt dass es sich um meinen buch handelt.
00:26:33: naja vielleicht achtzig.
00:26:34: Ich habe keine Ahnung, warum das so ist.
00:26:36: Ja.
00:26:36: Ich werde es nie verstehen!
00:26:38: Es gibt ja ein paar gute Buchverfilmungen aber nicht so viele ehrlich gesagt.
00:26:43: Ist schwer oder?
00:26:47: Ich hab einen guten Freund der ist Drehbuchauto.
00:26:49: den wär ich da mal fragen.
00:26:50: Das ist interessant.
00:26:51: Der wär schon mal nachhaken.
00:26:54: Wie kommst du denn auf deine Ideen zu deinem Büchern?
00:26:59: Ich glaube... Es gibt zwei Möglichkeiten, also das erste ist immer die Ideen sind Gott sei Dank immer da.
00:27:06: Also ich bin so jemand der hat dann noch nie das Problem zu überlegen okay was schreibe ich denn mal als nächstes?
00:27:13: Was könnte jetzt als nächstes schreiben?
00:27:15: Sondern es sind immer Ideen da und ich kann nicht genau sagen wann und wo sie zu mir gekommen sind aber die reichen oft nicht für ein Buch.
00:27:26: Es ist so eine Figur besonders interessant oder eine Konstellation, besonders interessant.
00:27:31: Oder auch ein Thema besonders interessant.
00:27:34: aber das speichere ich mal nicht als Buchidee ab sondern es ist einfach erstmal eine Idee und das bleibt im Hinterkopf sitzt da manchmal Jahrzehnte.
00:27:44: Also bei diesem Traum, dieser Traumidee mit dem Traunkode und der Idee andere Leute im Traum zu besuchen wie bei Silber die hatte ich so lange schon ganz, ganz... also ich glaube bevor ich Autorin wurde hatte ich die Idee schon aber ich hatte die Geschichte dazu nicht.
00:28:01: Ich hatte weder die Figuren dazu noch die Geschichte.
00:28:03: Ich hatte nur diese Idee.
00:28:05: Wie wäre das wenn Leute einander im Traumen besuchen können?
00:28:09: Und dann manchmal plötzlich aus dem Nichts kommt, wie so ein Puzzle-Teiler ist noch fehl.
00:28:18: Dann denkt man oh ja das könnte zu dieser Geschichte passen und dann ist es plötzlich eine Büroidee.
00:28:24: aber auch die ist oft wenn ich anfange das jetzt so zu plotten ... noch sehr roh und sehr nackt noch wenig.
00:28:33: Ich weiß nicht wie's bei dir ist fängst du immer schon an und es ist die ganze Geschichte da oder?
00:28:39: Packst du da auch immer mehr Fleisch drauf und immer mehr Details?
00:28:44: Also ich tu jetzt nicht zu akribisch bloppen.
00:28:47: Das kann ich gar nicht, also bei mir ist es so wenn ich jetzt nur Stichpunktweise mir da eine Geschichte ausdenke... Da kommen ja die Ideen auch gar nicht die mir dann kommen.
00:28:56: Wenn ich wirklich voll in diesem Schreibprozess drin bin, da kommt dann manchmal eine Idee.
00:29:00: Ich war her nie darauf gekommen aber ich versuche natürlich so grob schon mal einen Plan zurechtzulegen.
00:29:06: Wie sieht das Ende aus?
00:29:07: Was sind so die wichtigsten Wendepunkte.
00:29:10: Das muss schon da sein, aber alles andere lasse ich auch oftmals auf mich zukommen.
00:29:15: Wie ist das bei Schreiben
00:29:16: dann?
00:29:17: Ja, also ich klare schon ziemlich genau.
00:29:20: Ich habe jetzt seit noch gar nicht so langer Zeit.
00:29:23: Also meine Lektorin bei Fischer, die Lexa, die ist erst seit Vergissweinig II mit dabei und da mussten wir uns erst noch kennenlernen.
00:29:38: beglückengeschreib Erfahrung mit so einer Lektorin an meiner Seite, die auch in dieses Kaninchenloch ganz tief das Plotz mitteintaugt und nicht von außen nur dafür sorgt dass man da am Ball bleibt.
00:29:51: Und es macht so Spaß jemanden zu haben der der dir beim Denken zuhört und auch noch mitdenkt.
00:29:58: Also ich war ganz oft so glücklich sofort ein Feedback zu haben, das hilft mir persönlich um auf noch viel bessere Ideen zu kommen oder auf originellere Idee.
00:30:13: Ganz oft wenn ich es alleine für mich mache bleibe ich bei meiner ersten Idee noch nicht so richtig originell genug oder so.
00:30:26: Aber wenn man jemand hat, der sich ein Bühe gibt mit einem mitzudenken und auch die Zeit einem gebt.
00:30:33: also ich werde Lexa nie vergessen dass sie mir beim letzten Buch wir hatten wirklich eine knappe Deadline und wir wussten sogar es muss aber gehen da habe ich ihr immer Szenenweise oder Kapitelweise zugeschickt und sie hat schon lektoriert damit das dann am Ende auch wirklich wirklich schnell geht ne?
00:30:49: Dass wir dann wirklich sofort sagen können Und hier habt ihr jetzt Herstellung hatten wir also ganz, ganz knapp gestrickte Rest-Deadline.
00:30:57: Und dann meinte sie bei den zehn ... Wir können schon die eine noch mal vor die andere setzen damit der Leser noch so ein bisschen an der Nase rumgeführt wird und das nicht genau weiß.
00:31:10: Dann habe ich gesagt ja Alexa, da hab' ich auch gedacht aber... Das ist nochmal ein Tagarbeit für die Übergänge weil ich weiß ganz genau dass diese Übergängel stimmten dann eigentlich nicht mehr ne?
00:31:20: Da musste man so ein bißchen umbauen Und dann hat sie gesagt, komm das ist es uns mehr.
00:31:27: Das werde ich also hoch angerechnet und das werde ich nie vergessen weil... ...das war das erste Mal dass jemand gesagt hat, ach komm es merkt eh kein Mensch jetzt mach hinne zack zack oder so, weil sich sonst immer durch dieses Ende gehetzt wurde und leckster eben so So gesagt hat, nee das ist uns wert.
00:31:45: Das macht es jetzt noch ein bisschen besser und noch etwas perfekter.
00:31:49: Und das war mir dann so eine Freude.
00:31:51: Jetzt wieder mit Lexa zu arbeiten und ich habe keine Deadline.
00:31:56: wir machen immer so Co-Working.
00:31:58: Wir sehen uns am Computer so klein.
00:32:01: Manchmal sehe sie noch nicht mal weil weil ihr Bild dann hinter dem Manuskript verschwunden ist.
00:32:07: Aber ich weiß, dass sie da ist und das alleine zu wissen wir stellen beide auf Stummen damit der andere mich hört wie wir die Tasten hauen oder wenn wir telefonieren oder so aber zu wissen der andere sitzt auch und arbeitet es schon ausreichend und dann erzählen wir uns abends über was wir geschafft haben und wie weit wir gekommen sind und das motiviert total.
00:32:28: Das ist schon auch schön, als wenn man dann völlig allein immer da durch muss.
00:32:33: Ich finde es auch echt toll was du da jetzt gerade erzählst.
00:32:35: das war eine tolle Lektoren weil sie nimmt dir dadurch schon Druck raus und ne Last von der Schulter und Du fühlst dich nicht mehr so alleine und kannst da ganz anderes motiviert durchziehen.
00:32:46: Gerade weil du ihn auch gleich schädlich bekommen bist.
00:32:48: also das ist ja wahnsinnig toll.
00:32:51: Also wir machen das nicht das ganze Buch so, dass sie Kapitelweise bekommt.
00:32:55: Weil das wäre zu viel Arbeit.
00:32:56: aber wenn du im letzten Drittel bist und wirklich die Zeit knapp wird dann ist es wirklich so ich, dass es Szenenweise geschickt wird.
00:33:05: Und das finde ich ganz toll weil du Wenn du das sofort zurückkriegst, bist du so motiviert weiterzuschreiben weil du ja dann direkt nochmal drüber gehst über die Anmerkung und du arbeitest das direkt ein oder um.
00:33:19: Und du bist vielmehr im Schwung als wenn du jetzt... Du gibst das Manuskript ab Dann passiert erst mal wochenlang gar nix.
00:33:26: Dann kommt irgendwann das lektorierte Manuskrit zurück.
00:33:28: Dann weißt du schon gar nicht mehr was du da geschrieben hast.
00:33:31: Dann hast ja das Gefühl du fängst wieder von vorne an!
00:33:35: Das liebe ich sehr, deshalb liebe ich ehrlich gesagt auch enge Deadlines am Schluss weil dadurch auch Eile beim Lektorat geboren sind und so viel schneller geht.
00:33:45: Und man viel intensiver an diesem Maniskript arbeitet, wenn du jetzt tatsächlich ein Jahr vorher abgibst vor Erscheinung haben die alle Zeit der Welt dann irgendwann setzt sich da mal irgendeine Schnarchnase dran und lektoriert da irgendwas vor sich hin oder so.
00:34:03: Das ist doch nicht schön, das ist ein viel schönerer Prozess.
00:34:08: wenn das Lektorat irgendwie so lebendlich in diesem Entstehungsprozess eingearbeitet ist okay was dann nicht passiert?
00:34:15: also dass es wenn's dann so schnell geht du hast ja dann zack zack das Lectorat dann gehts in die Herstellung.
00:34:22: der Korrekturleser lesen dann nochmal die fahren immer viele kleine Fehler drin noch, die da keiner gefunden hat in der Eile.
00:34:30: Die würde man vielleicht finden nach einem Jahr?
00:34:32: Kann sein!
00:34:34: Aber ich finde es ist so unnatürlich... Du hast diesen Kraftakt dieses Rausschreiben und dann kommt irgendwann jemand sagt ja viel Dank aber ich bin jetzt erst mal vier Wochen im Urlaub und dann lese ich das dann irgendwann vielleicht Du brauchst doch Feedback, du hast es doch gerade abgegeben.
00:34:57: Dein Baby und irgendwie finde ich das sehr unhöflich.
00:35:01: Ein Lektorat wo der Electro erst mal gar nichts sagt, also so gar nicht reagiert.
00:35:07: Deshalb bin ich ja doppelt dann wirklich glücklich.
00:35:11: Das ist das Beste was mir jemals passieren konnte diese Lektoren.
00:35:15: Ich liebe sie!
00:35:17: Richtig toll Sag immer unbekannterweise liebe Grüße, ich finde sie auch toll.
00:35:22: Das mache ich gerne!
00:35:26: Hattest du das schon mal, dass du mal in einer Geschichte total festgesteckt hast und nicht wusstest wie es jetzt weitergeht?
00:35:32: Also dass sich mal wirklich eine richtige Schreibblockade bei dir entwickelt hat?
00:35:37: Ich bin glaube ich... Es ist ein zweiter Vorname Schreib Blockade Kerstin.
00:35:42: Schreibblockade geht doch auch schön.
00:35:46: Du
00:35:46: glaubst gar nicht, wie viele junge Autorinnen und Autoren jetzt gerade aufatmen werden?
00:35:51: Und sagen, wenn es Kerstins so geht dann...
00:35:59: Also ich bin ein sehr schlechter Anfangsschreiber!
00:36:06: Ich schreibe diese Anfänge gefühlt hundertmal Zwischengefühlt und Wirklichkeit ist gar nicht so viel Unterschied, glaube ich.
00:36:14: Ich schreibe und schreiber die immer wie unser Sprechen von den ersten Hundertzwanzig Seiten.
00:36:19: Und bis sich dann diesen Ton gefunden habe... ...bis ich mein Tempo gefunden habe, bis ich das Gefühl habe, meine Schachtfiguren aufgestellt, dauert es und es dauert.
00:36:32: Und ich finde es so schwierig, sich dazu zu motivieren wenn ich immer noch... Also das liegt... daran, dass ich das ganz oft ganz doof finde was ich steibe.
00:36:40: Also so eine Riesenschere besteht zwischen dem was in meinem Kopf ist und dem was dann hinterher auf dem Ende meiner Skript steht.
00:36:48: und ich lese es immer wieder durch und find's doof und dann hab' ich einfach keinen Lust und das is meine Schreibblockade Und dann habe ich das... also ich hab schon nochmal Phasen der Zwischenwurz nicht so gut läuft aber da hat man oft über bestimmte Dinge, Motivation oder so nicht genug nachgedacht.
00:37:10: Das hilft also das habe ich jetzt die letzten Jahre tatsächlich nicht mehr weil ich viel besser plane und vielmehr diese Hintergrundgeschichten auch aufschreibe aber Probleme mich zu motivieren an manchen Tagen, das habe ich auch.
00:37:24: Aber diese Schreibblockaden... Also dass es einfach gar nicht erst losgeht, das kenne ich von diesem Anfang sehr gut und ich hab auch keinen Mittel dagegen.
00:37:33: also ich habe immer noch kein Rat.
00:37:36: Nehme die gerne entgegen wenn's welche gibt.
00:37:39: Ratschläge zum Thema Schreib Blockade.
00:37:43: Wie ist es manchmal auch in Anfang so?
00:37:44: Dass ich mir die Figur dann doch anders vorgestellt habe als es dann so beim Schreiben als sie sich da dann entwickelt.
00:37:51: und dann denke ich so, das wäre natürlich auch interessant.
00:37:53: Und dann fange ich wieder an!
00:37:55: Das geht mir auch so... Ich brauche mehrere Anfänge bis ich dann sage so genau und jetzt ist es so dass es zu der Geschichte passt die ich erzählen will.
00:38:04: Ja und es sind tausend Möglichkeiten?
00:38:06: Ich habe keine Ahnung warum das so ist aber früher bin ich oft den einfachsten Weg gegangen oder ich bin sogar wenn es so besonders schwierig wurde, um das Problem herumgegangen in der Geschichte.
00:38:18: Habe ich einfach so muss ja fertig werden, umschiffen wir das Problem halt irgendwie... Aber das mache ich heute nicht mehr!
00:38:26: Aber gleichzeitig bin ich erschlagen von den Möglichkeiten.
00:38:29: Ich könnte es jetzt so machen und vom Großen runter gebrochen bis ins Winzig Kleine.
00:38:37: Also ich könnte auch dieses Wort benutzen.
00:38:39: als Konstruktion benutzen.
00:38:42: Das hatte ich früher nicht und das ist, glaube ich auch etwas Psychologisches.
00:38:48: also dass man sich so versteckt hinterher.
00:38:50: Ich kann mich leider nicht entscheiden keine Ahnung!
00:38:53: Und das kann man ja auch nur überwinden durch Druck, glaube Ja.
00:39:02: Und es ist eine Ausrede, das ist pures Prokrastinieren.
00:39:05: und da klar kann man gerade an so einem Anfang den kannst du polieren und schleifen wie einen Diamanten weil du in Wirklichkeit einfach nur noch nicht weiterschreiben willst der ist einfach ich weiß es nicht.
00:39:19: Ich glaube aber dass wir alle dieselben Probleme haben.
00:39:22: Aber manchmal höre ich von AutorInnen die genau das Gegenteil machen Den Anfang so runterschreiben, der fießt ihn aus den Händen und dann hängen sie plötzlich fest und haben keine Lust weiter zu schreiben.
00:39:35: Das gibt es glaube ich in allen Varianten.
00:39:39: bei mir ist das anders vorbei ja aber ab dem letzten Drittel da fluppts immer.
00:39:46: Ja das stimmt also zum ende hin weil die Ziel gerade schon zu sehen ist.
00:39:49: man weiß so Wenn man es dann, hat man es wirklich komplett geschafft.
00:39:52: Dann ist das Buch fertig!
00:39:54: Ja
00:39:54: und man hat ja das so aufgedröselt.
00:39:57: Bis dahin hast du all deine Motivationen angelegt.
00:39:59: Deine Handlungstränge sind angelegt und jetzt dreht sich die Kordel nur noch in die andere Richtung wie bei einer Schaukel, die man die ganze Zeit aufgedreht hat.
00:40:07: Und da muss man nur noch zurückschwingen.
00:40:10: Ich glaube, man muss nicht irgendwie viel mehr selber loben Weil man wird ja schon von außen so sehr angegriffen, deshalb muss man glaube ich ganz lieb zu sich sein beim Schreiben.
00:40:23: Aber wir sind so selbstkritisch und wir sind mit einem gewissen Grundselbsthass einfach.
00:40:30: so gehen wir halt um und so sind wir bei dem Schreiben dann auch.
00:40:33: das heißt man schimpft nur mit sich anstatt sich immer mal zu loben.
00:40:37: dabei hat man hier schon Druck genug von Außen und auch Negatives genug von außend.
00:40:42: Man müsste viel netter zu sich beinahe.
00:40:46: Dann ist er sein eigener, schlimmster Feind.
00:40:48: Gibt's doch dieses Sprichwort!
00:40:50: Ja das ist ja wirklich so ne?
00:40:51: Man ist immer der stärkste Kritiker von sich selbst.
00:40:55: Das ist wahr.
00:40:57: Wie sieht denn für dich so ein perfekter Arbeitstag aus?
00:41:00: Der Perfekte... ...das wär wenn ich morgens aufmachen würde und ich wäre schon wach Und nicht müde und würde mich denken Was ist schon wieder
00:41:09: morgen?!
00:41:12: Und dann ehrlich, ich habe im Moment viele perfekte Arbeitstage weil ich die meisten Termine abgearbeitet habe.
00:41:19: Wir machen jetzt jeden Morgen Rühreihe, weil meine nicht ganz süße Hühner hat, die immer ganz viele Eier liegen und es gibt sie jeden Morgen rühreihen.
00:41:27: Man macht das leckerste Rühreihe und nach diesem Frühstück setze ich mich an den Schreibtisch idealerweise mit Lexaip Co-Working und arbeite.
00:41:39: So lange es läuft!
00:41:41: Ohne Druck, weil ich habe ja keinen Termin.
00:41:45: Und dann würde ich am Nachmittag wenn nicht mehr die Konzentration nachlässt... Dann würde ich sowas machen wie Mails beantworten oder mal bei Social Media vorbeischauen.
00:41:53: Da hab' ich im Moment auch so eine Sperre gesetzt, dass sich da auf keinen Fall zu viel rumhänge.
00:41:59: Das war ... Hab' ich glaube ich ne Überdosis bekommen und jetzt darf' ich das nicht mehr, weil das tut mir auch nicht gut!
00:42:08: Ja,
00:42:08: dann wäre der Arbeitstag schon vorbei.
00:42:10: Ideal!
00:42:13: Der ideale Arbeitstag wäre nicht dass man bis Mitternacht arbeitet.
00:42:19: Wie lange arbeitest du immer ungefähr?
00:42:22: Also im Moment wo ich ja keine Deadline habe also würde ich sagen vielleicht so fünf Stunden reines schreiben das schaffe ich aber mehr mache ich im Moment nicht.
00:42:32: Aber um ehrlich zu sein in so heißen Phasen schreibe ich nur.
00:42:40: Da putze ich mir zwischendurch mal die Zähne, gehe zwischndurch auf was essen und ansonsten... Schreibe!
00:42:48: Ich schrei be bis sich nicht mehr kann.
00:42:50: Ich schreib nachts, ich schreiber morgens ganz früh, ich schreiben den ganzen Tag.
00:42:56: Ich bin dann verwachsen mit diesem Stuhl.
00:43:00: Das finde ich aber komischerweise.
00:43:02: es hört sich jetzt schrecklich an weil mein Verlotter hat natürlich total alles So was von asozial.
00:43:07: Ich bin über zwei, drei Monate nicht für... Also ich bin einfach ständig zur Verfügung!
00:43:14: Ich weiß, dass sich bei der letzten harten Schreibphase hat es geklopft und ich habe meiner Schwester die Tür auf die Haustür aufgemacht Und die stand da vor und ich dachte Es wäre jemand anders.
00:43:28: und erst als ich wieder am schreibtisch war hab ich gedacht Habe ich ihr einfach Tür vor der Nase zu.
00:43:34: Ich wusste nicht mehr, was ich gemacht habe!
00:43:36: Das war wie so... Ich dachte, mein Mann, den Schlüssel vergessen irgendwie sowas und es war aber jemand anderes und ich hab die Tür wieder zugemacht.
00:43:44: Habt ihr da einfach stehen lassen?
00:43:48: Weil meine Hunde ist nicht geschafft.
00:43:50: Du warst in deine
00:43:51: Geschichte.
00:43:54: Ich bin ein Zombie da, ich bin ein lebender Zombie.
00:43:57: Aber ich mag das eigentlich!
00:43:59: Ich mag dass sich das nicht muss, dass ich dann nicht sage heute Nachmittag gehen wir noch zu Tante Erna auf den Geburtstag und jetzt muss ich mich irgendwie anziehen und funktionieren sondern ich bin einen Zombie.
00:44:12: aber ich darf es dann sein Als mein Sohn klein war, da konnte ich das natürlich nicht.
00:44:16: Dann musste ja funktionieren!
00:44:18: Da kann es ja nicht so ein Zombie-Sodankin sein.
00:44:21: Das muss ja auch immer irgendwo hingebracht werden.
00:44:24: Es braucht Essen.
00:44:27: Das braucht eine funktionierende Mutter.
00:44:29: Aber damals bin ich mir halt angewöhnt nachts zu schreiben weil dann konnte man ja und das habe ich mich auch nie wieder richtig abgewöhnt dieses keinen Tagesund Nachtrhythmus zu haben.
00:44:42: Wenn du jetzt zum Beispiel sagst, wenn du keinen Druck hast und du schreibst fünf Stunden am Tag.
00:44:47: Wie viele Seiten schaffst du da ungefähr?
00:44:49: Bei fünf Stunden an guten Tagen zwei?
00:44:54: Ja.
00:44:55: Manchmal eine.
00:44:58: Ich könnte auch... Also wenn der super wäre der Tag und ich fünf dann würde ich aber dranbleiben.
00:45:04: also wenn nicht merken es läuft würde ich vielleicht sogar fünf Seiten schaffen.
00:45:10: Aber mehr würde ich nicht schaffen in fünf Stunden.
00:45:13: Ich weiß, das ist schlimm.
00:45:15: Wie viel schaffst du so?
00:45:16: Ich nehme mir immer vor am Tag fünf Zollens wären und dann bin ich zufrieden.
00:45:21: Ja, finde ich ein gutes Tag.
00:45:22: Wenn ich richtig gut drauf bin, dann schaffe ich acht.
00:45:25: aber da muss ich wirklich gut drauf sein.
00:45:29: Mit fünf bin ich nicht zufriedener.
00:45:30: aber es gibt auch mal Tage wo's eben nicht so läuft.
00:45:32: Dann mache ich der Augenhagen ran und sag heute solls ihm einfach nicht sein.
00:45:36: Dann zwinge ich mich dann auch nicht weiter, wenn ich merke, heute komme ich gar nicht rein.
00:45:39: Weil dann weiß ich genau... Ich sitze jetzt eh nur noch stunden sinnlos und lösche das Mogen alles wieder!
00:45:44: Also dann erlaube ich mir das auch mal, dass es halt nicht so gut gelaufen ist.
00:45:47: Weil das wird ja eh nichts Gutes dabei rauskommen.
00:45:52: Genau, man merkt was über richtig.
00:45:53: Heute wird es nichts mehr.
00:45:55: Das finde ich auch!
00:45:56: Aber es gibt ja auch Szenen... Da läuft's einfach und das sind dann Szene die sind halt länger als acht Seiten und da kann es auch sein dass man die an einem Rutsch durchschreibt bevor man wieder an irgendeine Hürde kommt an der man festhängt.
00:46:08: also Es gibt Tage an denen schaffe ich deutlich mehr, aber dann bleibe ich auch dran.
00:46:14: Also das sind dann diese Tag und Nacht Schreib-Sessions.
00:46:17: da kann es schon aus sein dass sich mal zehn Seiten schaffe... Aber das sind Ausnahmen!
00:46:22: Ja, großen
00:46:24: Ausnahmen.
00:46:25: Es gibt ja wirklich nichts Schöneres wenn man in diesen Zustand kommt in diesem Flow Aber den kann man ja nicht erzwingen, aber wenn man das schafft und merkt jetzt geht es also da kann ich manchmal gar nicht so schnell schreiben wie schnell mein Hörn dann arbeitet.
00:46:38: Also dieser Zustand, da könnte man ja süchtig danach werden.
00:46:41: Absolut!
00:46:41: Man kann sich's eben nicht vornehmen.
00:46:42: heute will ich der wieder hinkommen?
00:46:44: Der kommt oder der kommt?
00:46:45: Nicht
00:46:45: ne?!
00:46:47: Aber was
00:46:47: tut das denn auch?
00:46:48: Ich habe das manchmal dass ich denke oh ich war mega im Flow Das ist super gelaufen Und die Zeit, man guckt überhaupt nicht drauf und man schreibt und schreibt Und dann sind es trotzdem nur vier Seiten Am Ende.
00:47:01: Aber das sind halt vier Superseiten und ist auch egal, dann sind es halt Superseite... Und das war dann trotzdem Floh!
00:47:08: Und er war halt nicht zwanzig Minuten und man hat nur blind in die Tasten gehackt sondern ich habe den ganzen Tag im Floh an vier Seiten geschrieben, das gibt's.
00:47:18: Es ist halt so ein Gefühl von Leichtigkeiten fällt einfach leicht und macht total Spaß.
00:47:23: Ja.
00:47:23: Egal wie viel man da schafft aber das ist
00:47:26: Genau, es ist unabhängig davon und auch da würde ich den Druck so wegnehmen.
00:47:29: Was ist das jetzt auch immer verfolgt dabei?
00:47:32: Social Media, wir schreiben einen Roman in zwei Wochen Geschichten und dann denke ich was gibt man dafür?
00:47:40: Signale an Autorinnen die's noch werden wollen also die noch keine sind dass sie denken ja schaffen in zwei wochen so einen Roman zu schreiben.
00:47:51: Ja, viel Spaß in Zukunft.
00:47:54: Also das ist... Ich glaube wir müssen genau wie beim Essen wo es ja dieses Slow Food heißt's glaub ich ne?
00:48:03: Slow food gibt müsste auch so was wie slow Schreibungen geben.
00:48:08: Eigentlich nicht writing sagen will, ja sowas muss es geben.
00:48:12: So eine Bewegung langsameschreiben!
00:48:16: Ich sag ja, dieser Vergleich mit anderen.
00:48:22: Das ist eben das Schlimmste was man machen kann.
00:48:24: und sich dann wenn ihm jemand isst ne ich hab ja auch gute Freunde die schreiben viel schneller als ich.
00:48:30: da habe ich am Anfang auch immer wasch frustriert und hab gedacht wieso krieg ich dass nicht hin bis ich den irgendwann gesagt hab na es ist halt so.
00:48:37: Ja vielleicht hab ich andere stärken.
00:48:39: Genau wir haben andere Sterne.
00:48:40: Man muss
00:48:41: da wirklich auf sich selbst hören
00:48:43: Genau.
00:48:44: Und eben sich nicht die Freude wegnehmen lassen, also das ist so klar wenn du super schnell schreibst und du schaffst es vor deiner Arbeit morgen ums Zehenseiten zu schreiben dann gehst du in einen Fulltime Job und gehst an der Arbeit.
00:48:56: ich bin voller Bewunderung und neid natürlich aber dann schaffste auch noch ein Job nebenbei in Anführungsstrichen zu bewältigen.
00:49:07: Aber andere Menschen schaffen es halt nicht.
00:49:09: und genau, wir müssen nicht die gleichen Maßstäbe auf alle Menschen übertragen.
00:49:14: Aber wir können sie ja bewundern!
00:49:15: Ich kann Sie alle bewundert aus dem Fernsehen.
00:49:18: Das stimmt.
00:49:19: Ich verwunde auch alle, die da bei Social Media so wahnsinnig präsent sind und mal eben schnell ein Video gedreht kriegen.
00:49:29: Im Moment bin ich sehr voller Bewunderung, aber ja... Ich bin halt anders.
00:49:36: Das Gute ist, ich kann da jetzt sagen, ich bin alt?
00:49:39: Das hat auch was zu sagen!
00:49:41: Ich brauche das ja auch alles nicht mehr, ich Bin ja Alt und ich will auch gar nicht mehr jung sein, das glaube ich.
00:49:51: Und ich will noch gar nicht so viele Bücher schreiben, das sind jetzt noch so drei Bücher, die ich unbedingt schreiben möchte.
00:49:58: Von denen ich das jetzt schon weiß.
00:50:00: bei den anderen weiß gar nicht ob ich die noch schreiben werde.
00:50:03: also es ist auch nicht wie früher.
00:50:04: weißt du wo du jede Idee genommen hast und gesagt ja mach ein Buch draus.
00:50:10: so jetzt kann ich mir das irgendwie mir vorstellen dass ich irgendwann halt sage so das war jetzt mein letztes buch.
00:50:16: zwar noch schwer vorzustellen aber ja kann ich mehr im Moment vorstellen.
00:50:22: Das kannst ja nicht wenn Du jung bist da musst Du halt dran bleiben.
00:50:25: Das ist auch genau das, was Kai sagte.
00:50:28: Kai Meier, also schon bei mir im Protest war.
00:50:30: Er sagt hier älter wird und umso gelassener wird er dann auch.
00:50:35: Und er schreibt jetzt nicht mehr so schnell wie früher.
00:50:37: Das ist aber auch völlig okay.
00:50:39: Also das Alter kann ich ja genauso von mir sagen bringt dann auch eine gewisse Gelassenheit mit.
00:50:45: Ja absolut.
00:50:46: Auch was Erfolg betrifft zum Beispiel, weil du es eben gesagt hast das der Druck so groß ist, weil wenn du ja einmal Erfolg gehabt hast aber in diesen dreißig Jahren war's halt auch Absöhn und Tiefen weißt du?
00:50:58: Wenn du auf irgendeinem Peak bist dann kommst du immer mal wieder in irgendeinen Tal.
00:51:02: also wenn irgendwas besonders gut läuft dann läuft doch irgendetwas weniger gut oder so.
00:51:07: Das heißt du bist daran gewöhnt dass manche Dinge gut laufen und manche nicht.
00:51:12: Du kannst dir nicht so ein Dauererfolg, also manche können das auch auf die Fahnen schreiben.
00:51:17: Es geht nicht immer weiter hoch oder es geht rauf und runter und so ist das Leben.
00:51:24: Und das finde ich auch okay oder ich fände's okay wenn man eben trotzdem davon leben könnte.
00:51:32: Also wenn du zum Beispiel jetzt einen Job hast und du bist irgendwo angestellt, dann, wenn da mal ein Projekt schief geht, wirst ja auch nicht sofort gefeuert.
00:51:40: Sondern dann kriegst du trotzdem dein Gehalt.
00:51:43: Du kriegts das halt weiter bezahlt!
00:51:45: Und irgendwann kannst du in Rente gehen... Und bei Autoren ist es eben heute der Druck so groß und dann weißt du ab einem bestimmten Alter?
00:51:53: Ich sehe's halt bei meinen gleichaltrigen Kollegen oder bei meinen älteren Kollegen dieser Einbruch des Buchmarkts, wenn du immer zuverlässig geschrieben hast.
00:52:01: Das sind so tolle, talentierte, fleißige superprofessionelle AutorInnen die dann aber irgendwann... Und das eben im Alter plötzlich an so einem Existenzminimum kratzen, weil der Buchmarkt so eingebrochen ist oder ... Weil der Buchmarkt für die bestimmte Genre ist plötzlich kein Platz mehr und die können das auch nicht mehr mit Fleiß ausgleichen.
00:52:24: Den sie ja sowieso immer einen Tag gelegt haben.
00:52:26: Eine Megaschreibdisziplin.
00:52:28: Das sind Autohointinie, einen Tag zu spät abgegeben habe!
00:52:32: Wenn Verlage jetzt nur noch danach gucken, wie viel Follower hat jemand auf Instagram?
00:52:40: Dann sind ja diese ganzen Autoren, die seit zwanzig Jahren dabei sind.
00:52:48: Die sind plötzlich in Not und können eben nicht mehr sagen, naja dann arbeite ich jetzt in einem anderen Brotjob.
00:52:54: Und das finde ich sehr tragisch dass sich die Zeiten auch nicht nur für die jungen Autoren die nachkommen so hart geworden sind sondern eben auch gute Arbeit geleistet haben, plötzlich so schwierig werden.
00:53:12: Gerade auf diesen letzten zehn Jahren die man noch bräuchte um dann in die Rente gehen zu können.
00:53:19: Jetzt bin ich aber sehr dramatisch geworden.
00:53:20: Aber es ist tragisch.
00:53:25: oder eben also du kriegst ja junge Autoren Neuautoren auch für ganz ganz wenig Garantie Honorar.
00:53:32: Also die kannst du ja billig einkaufen.
00:53:35: Da gehst ja nicht so ein Risiko ein, dann sagst du ja, schreib das mal.
00:53:38: Außerdem dieses Vorschreiben was jemand schreiben soll.
00:53:43: Das ist doch... gibt es auch ganz oft.
00:53:45: ich höre immer wieder dass sozusagen der Inhalt des Buches schon vorgegeben wird.
00:53:52: Wo bleibt denn da der Spaß?
00:53:53: Wir haben keinen Spaß mehr am Schreiben!
00:53:58: Aber klar, dass wenn dann eine erfahrene Autorin die all die Jahre eben bestimmtes Garantie-Honora gewohnt ist.
00:54:07: Ob er diese Genre nicht mehr so gut funktioniert?
00:54:10: Dass man dann sagt ne weißt du wir können nur noch ganz wenig Geld zahlen das sich diese Autorinnen überlegt es gar nicht zu machen.
00:54:18: und eine junge Kollegin aber sagt mir egal Hauptsache ich komme ab erst mal ein Fuß in der Tür Ich mache das auch für ganz wenig geld verschlimmert sich das ganze ja immer weiter nach unten.
00:54:31: Das heißt, die können immer sagen, naja aber ich habe immer jemanden der macht es für zwei tausend fünfhundert Euro oder so dieses Buch und dann muss man es auch schnell schreiben weil von zweitausendfünfhundert euro brutto kann sie nicht wirklich lange leben.
00:54:48: D. h., wie viel Zeit hast du denn um dieses Buch zu schreiben?
00:54:51: Realistisch gesehen wenn du deine Miete davon bezahlen willst.
00:54:54: Und ich finde deshalb so spannend, dass im Self-Publishing sich immer mehr tut.
00:54:58: Also das find' ich hochspannend!
00:55:00: Ich hab den Podcast auch mit Mara gehört und Mara Wulf und fand es auch sehr spannend.
00:55:05: Und natürlich ist die auch eine Ausnahme wiederum in im Self Publishing weil sie einfach... ich glaub', sie ist die Queen für mich jedenfalls, die einfach so ne wahnsinnig gute Geschäftsfrau ist und weil die ihr Publikum so gut kennen.
00:55:20: aber gut ist es das Gap Das ist halt wirklich eine echte Alternative.
00:55:24: Safe publishing!
00:55:26: Ja, warst du in deiner Karriere schon mal an dem Punkt wo du gesagt hast ach ich schmeiß jetzt hin?
00:55:33: Äh ja ich hätte ähm
00:55:36: ein paar
00:55:36: Mal... Also dass diese Frauenunterhaltung so auf den Absteigenden erst war, so auf dem sehr absteigen dann habe ich gedacht naja dann kann ich es auch ganz lassen.
00:55:47: aber da muss sich sagen immer wenn ich an so einem Punkt war wo ich gedacht hab ne also Es war einfach zu wenig Geld.
00:55:54: Also es war viel Arbeit für zu wenig, das war bei Robo-Sprang.
00:55:59: Ich hatte immer nette Menschen im Verlag die gesagt haben aber wir versuchen das jetzt mal mit was neuem.
00:56:05: also ich habe dann in das Genre gewechselt.
00:56:08: Das war mit der Frauenunterhaltung so ganz am Ende als da nichts mehr lief, als keiner mehr das gekauft hat, da hab' ich halt mit Jugendfantasy angefangen und das war mein Glück!
00:56:23: Aber ja, ich hatte es danach.
00:56:26: Als ich mitten im Börn aussteckte, habe ich auch gedacht, ach, ich will gar nicht mehr... aber da muss ich sagen, auch immer wenn ich mal ein bisschen Pause gemacht hab, hat's mir sofort gefehlt!
00:56:40: Ich glaube, ich würde so schnell nicht aufhören können.
00:56:45: Du denn?
00:56:45: Hast du denn schonmal gesagt, ich willst nicht mehr in den zehn Jahren
00:56:47: jetzt?!
00:56:49: Direkt aufhört nicht, aber schon so Frustmomente….
00:56:52: Das hatte ich schon.
00:56:55: Und sie denkt, ach ist es jetzt das Richtige?
00:56:59: Aber wie du schon aussagst, wir sind im Auton mit Leib und Seele.
00:57:03: Das ist einfach das was wir lieben.
00:57:08: Also das machen zu können und damit Geld zu verdienen, das ist ja Wahnsinn!
00:57:14: Und das mache ich mir dann auch immer wieder deutlich an, was ich ja schon geschafft habe und dass sich da verneben kann Was mich total zufrieden macht,
00:57:27: das
00:57:28: auf diesem Level zu halten allein und eben schreiben zu können.
00:57:32: Dass es mein Job ist.
00:57:34: Hast du dich manchmal auch das Gefühl dass du was brauchst wie so ein Neustart oder sowas freshes?
00:57:40: Und du willst neue starten und einfach neu anfangen?
00:57:43: da finde ich's manchmal ganz gut wenn das aus einem Frust heraus passiert.
00:57:47: also wenn man so denkt ah das ist jetzt irgendwie schief gegangen oder das hat nicht funktioniert Und dann erstmal natürlich traurig ist oder so, aber dann eben die Ärmel hoch kremmelt und denkt Dann versuche ich es jetzt noch mal neu und damit.
00:58:00: Oder anders!
00:58:01: Und dann ist das ja auch... Also ich finde jeder Neuanfang ist immer was Besonderes.
00:58:07: Und der gibt einem nochmal so frische Energie Das empfehle ich auch immer Dass man sich nicht immer an alten Sachen misst oder einen alten Misserfolgen misst Sondern einfach denkt Okay, was habe ich draus gelernt?
00:58:19: Was kann ich jetzt besser oder anders machen?
00:58:22: Dann fängt man auch von neu an.
00:58:23: Richtig.
00:58:24: Noch
00:58:24: mal besser!
00:58:25: Richtig, bei mir ist es auch so.
00:58:27: ich weiß nicht ob dir die Auffragen auch gemacht hast.
00:58:30: also mittlerweile wenn mal was nicht so läuft wie ich mir das vorgestellt hatte bin ich da eigentlich schon total relaxed weil ich mich dann in dem Moment schon immer sage dass hat jetzt einen Grund und das ist auch so.
00:58:41: da kommt dann ob das Wochen oder Monate später ist irgendwas anderes was du danach gar nicht aufm Schirm hattest ergibt sich da Was du dann hättest gar nicht annehmen können, wenn das
00:58:51: andere
00:58:52: geklappt hätte.
00:58:53: Es ist lustig, dass du das sagst!
00:58:55: Ich glaube auch, es ist so das magische Moment.
00:58:59: Also alles hat irgendwo einen Sinn oder vielleicht nicht unbedingt einen Sinn aber es führt irgendwohin.
00:59:06: also es ging bestimmt auch anders oder anders besser Aber... ...es führt zu irgendwas und das wiederum werden wir erleben.
00:59:14: Man muss viel spielerischer auch an das ganze Leben rangehen.
00:59:17: wahrscheinlich
00:59:18: Ich hatte vorher schon gefragt, was unsere Zuhörerinnen für Fragen an dich hätten.
00:59:25: Und da habe ich mir fünf rausgepickt, die ich dir jetzt noch stellen würde.
00:59:28: Ja, tu das!
00:59:29: Bist du bereit?
00:59:31: Ich bin bereit.
00:59:32: Die Melanie fragt, gibt es ein Buch oder eine bestimmte Figur, dass dir besonders am Herzen liegt?
00:59:38: Von meinen eigenen?
00:59:40: Das wissen wir nicht, weil sie meine eigenen Bücher... Ja immer das,
00:59:46: was
00:59:46: ich gerade schreibe.
00:59:47: Jetzt stecke ich gerade mittendrin im neuen Projekt.
00:59:50: Das ist mir jetzt schon sehr als Herz gewachsen und davor war es halt, die vergiss mein ich... Ich bin besessen damit gewesen für lange Jahre, die ich da mit verbracht habe.
01:00:02: Ist immer eigentlich das aktuelle Projekt dann noch mit?
01:00:05: Ja, ist das bei dir nicht auch so?
01:00:06: Also ist es immer das Aktuelle oder...?
01:00:09: Bei mir ist es tatsächlich so.
01:00:11: Meine erste Trilogie, das ist schon was Besonderes für mich.
01:00:14: Das war ja sozusagen meine Eintrittskarte in dass Autoren da seien.
01:00:18: Also hätte ich diese Trilologie nicht geschrieben würde ich jetzt nicht ersitzen und deswegen wird immer einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen haben.
01:00:26: es wirklich so!
01:00:27: Und dann aber auch wie du sagtest natürlich immer das aktuell Projekt bin ich auch komplett bei dir weil diese Figuren lernt man ja dann selber auch gerade kennen und leidet mit denen und freut sich.
01:00:38: Mir ist das einfach die Dankbarkeit, weil es mir diesen Weg eröffnet hat.
01:00:44: Okay Tom möchte gerne wissen könntest du dir vorstellen für die Edelstein Trilogie noch eine Fortsetzung zu schreiben?
01:00:53: Ja, ich habe tatsächlich einen neuen Epilog dazu geschrieben zu Marc Grün der fünfzehn- und ein halb Jahre später spielt.
01:01:03: Und da muss man sich jetzt die Ohren zuhalten wenn man nicht gespoilert werden will.
01:01:07: aber das habe ich so angelegt dass man da tatsächlich eine Fortsetzung also sozusagen eine zwei Punkt Null Reihe schreiben könnte.
01:01:14: Da könnte man aber auch noch etliche Jahre warten damit es ein Jugendbuch wird weil die neu angelegten Protagonisten halt noch sehr jung sind, aber man könnte auch eine Kinderbuchreihe draus machen.
01:01:26: Also es ist völlig ... da könnte man wunderbar jetzt ne Fortsetzung schreiben!
01:01:30: Aber das ist jetzt gerade nix geplant... Habe du sagst
01:01:32: könnte?
01:01:33: Man könnte.
01:01:34: Ich habe's extra so angelegt, weil ichs ursprünglich wollte.
01:01:37: Ich wollte ursprüchlich sofort das machen, aber dann ja hab' ich mir jetzt anders überlegt tatsächlich.
01:01:43: Aber man könnte jederzeit.
01:01:45: Dann ist das jetzt der Anstoß.
01:01:46: Mach!
01:01:48: Nee, ich glaube da werde ich noch sehr viel über nachdenken.
01:01:51: Also das hat diverse Gründe warum ich mir das wieder anders überlegt habe.
01:01:57: Aber die kannst du uns nicht verraten oder?
01:01:59: Ja, ich kann die dir gleich auf jeden Fall verratet wenn die Mikros aus sind gerne.
01:02:06: Alles klar!
01:02:07: Okay dann geben wir zur nächsten Frage.
01:02:12: Die nächste Frage ist von Janine Hast du...
01:02:20: Oh, ich habe so viele wunderbare Begegnungen auf den Messen.
01:02:24: Ich hab so viele wundere Begegnungen auf der Lesung vor allen Dingen gehabt auch jetzt bei Vergissmeinlicht-Lese-Reise.
01:02:31: Ich wüsste gar nicht welche davon die schönste ist.
01:02:34: aber so viele unfassbar zauberhafte Menschen die man da sieht das Herz quillt mir jedes mal über voll liebe.
01:02:43: wirklich Ich bin überwältigt auf diesen Abenden immer.
01:02:49: Und es sind so viele nette Menschen, manche können gar nicht mit mir sprechen und weil sie selber weinen dann muss ich direkt mal mitweiten.
01:02:55: aber da findet so viel Stadt an Begegnungen das... Ich wüsste nicht welche mehr davon die Liebste wäre wirklich!
01:03:04: Die sind alle zauberhaft auch Gott Und das ist so schön.
01:03:08: Das ist so ein Abgleich immer auf diesen, wir treffen auf echte Menschenbegegnungen mit diesem Internet was oft so... Auf Social Media ist es oft so rau und böse.
01:03:18: Dann habe ich oft das Gefühl alle Menschen sind böse und da brauche ich diese Lesung um zu sehen.
01:03:24: Nee gar nicht im Gegenteil!
01:03:26: Alle Menschen sind ganz zauberhaft und wahrscheinlich sind das nur ein paar wenige im Internet.
01:03:31: aber ja.
01:03:33: Ne kann ich keinen Lieblingsmoment sagen.
01:03:36: Viele an so einem Abend, viele.
01:03:39: Wie schön!
01:03:40: Die letzte Frage ist von Rebecca.
01:03:44: Wirst du oft auf der Straße erkannt?
01:03:48: Gott sei Dank nicht.
01:03:50: Oh Gott, das ist mir schrecklich oder?
01:03:51: Wenn man so oft... Also stelle ich mich auf furcht bevor wenn man so ein Schauspieler ist und die Leute gucken dich an und du denkst grad, ah sie wissen schon, die grübeln schon, wer bin ich, Antur rückst deine Sonnenbrille nochmal gerade und die Hutkrampe in die Stimme.
01:04:07: Nee!
01:04:07: Ich glaub die wenigsten Leute lesen ja überhaupt und von denen wissen alle wenigsten wie die Autoren aussehen wenn sie dann noch ausgerechnet dein Buch gelesen hätten und wüssten, wie du aussiehst.
01:04:20: Ich glaube jetzt das wäre ein Riesenzufall.
01:04:22: Und ich wohne hier auf dem Dorf und selbst hier auf den Dorf da erkennen mich zwar die Leute auf der Straße aber nur weil ich die Frau bin, die da unten in einem Haus wohnt und dich weil ich Autorin bin.
01:04:33: Aber da bin ich auch sehr dankbar für finde ich schlimm!
01:04:35: Ich glaube wo dir das als höchstens passiert ist ja aufm Messen dass Leute dich ansprechen und weil Sie wissen wer Du bist weil auf einer Messe laufen ja nur Autoren rum und da kann es sein.
01:04:46: Ach, du liebe.
01:04:47: Es war so schön, dass du hier warst.
01:04:50: Ein absolutes Geschenk für mich!
01:04:54: Und alle werden sich auch freuen, dass Du wirklich zugesagt hast und dir die Zeit genommen hast heute hier vor uns.
01:05:00: Das war wirklich so toll mit Dir.
01:05:03: Danke Dir.
01:05:03: Ich glaube ich habe wieder nur Blödsinn geredet aber das mache ich immer.
01:05:06: Ich hab so Wort... Salat?
01:05:10: Durchfall.
01:05:12: Zum Abschluss hättest du denn noch einen Ratschlag So von deinen Lebenserfahrungen her, was du unseren Hörern und Höreren noch mit auf den Weg geben würdest?
01:05:22: als Abschluss.
01:05:23: Ein ganz normalen Ratschlag?
01:05:25: Nicht aus Autorinnsicht?
01:05:29: Kannst
01:05:30: gar nicht beides!
01:05:31: Ich wüsste jetzt nichts, wie der Lebensratgeber heißen würde, den ich schreiben würde.
01:05:38: Keine Ahnung... Einen Tag nach dem anderen wäre der Titel wahrscheinlich.
01:05:43: Das ist
01:05:44: doch ein guter Titel.
01:05:47: Ja, ihr Lieben und damit verabschieden Kerstin und ich uns von euch.
01:05:52: Habt ihr Wünsche?
01:05:52: wenn ich zu Heldmomente einladen soll?
01:05:54: Dann schreibt es gerne in die Kommentare oder hinterlasst mir bei Instagram einen Nachricht!
01:05:59: Ich freue mich riesig darüber wenn ihr den Podcast weiter empfehlt und euch kurz die Zeit nehmt um Held Momente in eurer Podcast App zu bewerten.
01:06:09: Bis dahin habt eine schöne Zeit eure Nika!
01:06:13: Tschüss!
01:06:24: Das war Helden Momente, der Interview- und Talk-Podcast mit Nika Stevens und ihren Gästen.
01:06:31: Produziert durch das Hörspielstudio Kreuzberg.
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