#015 Benedikt Schwarzer (Drehbuchautor, Regisseur) - Wie das Leben manchmal die besten Geschichten erzählt
Shownotes
Heute habe ich meinen guten Freund Benedikt Schwarzer zu mir in den Podcast eingeladen. Er liebt Geschichten genauso sehr wie ich – und zwar in all ihren Facetten. Benedikt ist Drehbuchautor, Regisseur, Dokumentarfilmer und Geschäftsführer der Kreativ- und Schreibschule Club23. Mit seinem vielfach ausgezeichneten Dokumentarfilm „Die Geheimnisse des schönen Leo“ hat er bewiesen, wie spannend Realität erzählt werden kann. Ich freue mich auf unser Gespräch über Storytelling, Kreativität, die Filmbranche und das Leben.
Habt ihr Wünsche, wen ich zu Heldenmomente einladen soll? Dann schreibt mir gerne unter podcast.heldenmomente@gmail.com, oder hinterlasst mir auf Instagram eine Nachricht. Ich freue mich auf den Austausch mit euch!
https://www.instagram.com/nica_stevens/
https://www.facebook.com/StevensNica/
https://www.tiktok.com/@nicastevens
Sprecher: Elias Emken | Produziert durch Das Hörspielstudio Kreuzberg
Transkript anzeigen
00:00:04:
00:00:20: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge Helden Momente.
00:00:24: Wie schön, dass ihr wieder dabei seid!
00:00:26: Heute habe ich meinen guten Freund Benedikt Schwarzer zu mir in den Podcast eingeladen.
00:00:31: Er liebt Geschichten genauso sehr wie ich – und zwar in all ihren Facetten.
00:00:36: Benedikt ist Drehbuchautor, Regisseur, Dokumentarfilmer und Geschäftsführer der Kreativ- und Schreibschule Klub XXIII.
00:00:45: Mit seinem Vielfalt ausgezeichneten Dokumentarfilm – die Geheimne des Schön Leo hat er bewiesen wie spannend Realität erzählt werden kann!
00:00:54: Ich freue mich sehr auf unser Gespräch über Storytelling, Kreatividad, Filmbranche und das Leben, dass manchmal die besten Geschichten erzählt.
00:01:04: und seine zuletzt beiläufigen Aussage, dass man auch zu lange Urlaub machen kann, möchte ich auf den Grund gehen.
00:01:13: Herzlich willkommen im Heldmomente-Podcast, lieber Benedikt!
00:01:17: Hallo Nika, danke für die Einladung.
00:01:19: Sehr sehr gerne, ich habe mich schon so auf heute gefreut.
00:01:22: Wovon halte ich dich denn jetzt gerade ab?
00:01:25: Wie immer eigentlich nur vom Arbeiten was ich sehr gerne tue aber es ist eine sehr schöne Erablenkung.
00:01:32: Okay Ich fange ja immer bei meinen Gästen so mit der Kindheit an, weil mich persönlich so immer interessiert wie man da letztlich zu dem gekommen ist was man dann auch beruflich macht.
00:01:43: Wie dieser Weg war der dahin geführt hat.
00:01:46: deswegen wenn du magst erzähl doch mal wie bist du denn so aufgewachsen und wo?
00:01:53: Ich bin am Land aufgewachsen also in einem kleinen idyllischen bayerischen Dorf Hab da Fußball gespielt, zwei Häuser weiter und hab da so ein bisschen alles gemacht was es gibt.
00:02:08: Also auch beim Trachtenverein und solchen Geschichten hatte dahingehend glaube ich eine sehr vielfältige Erfahrungen im Dorfleben.
00:02:24: und da kommen ganz viele verschiedene Sachen mit der Kindheit.
00:02:30: auch, weil ich vor einer Woche zum Beispiel in Klassen treffen hatte.
00:02:33: Oh das
00:02:33: ist mal spannend!
00:02:35: Alle
00:02:35: wiedererkannt?
00:02:37: Nee tatsächlich nicht.
00:02:38: da gab es noch ein paar.
00:02:39: also Ich hatte mit einer Freundin am Anfang schon so gesagt Es ist ganz okay wenn man dann jemanden fragt wie heißt du nochmal?
00:02:48: und dann habe ich das ziemlich konsequent auch gemacht.
00:02:53: Das wurde so verschieden aufgenommen aber andere Andere wussten auch nicht mehr so ganz genau, wobei ich war schon ein bisschen umtrebig in der Schule.
00:03:01: Also wenn man das jetzt noch zur Kindheit zählt... Ich habe Schülerzeitungen gemacht und auch schon in der Schule angefangen zu fotografieren und zu filmen.
00:03:12: Da hatte ich auch einen Kunstlehrer, der das viel gefördert hat.
00:03:16: Und da kam ich schon sehr früh mit verschiedenen Dingen im Kontakt.
00:03:22: Auch dass ich dann einfach mal Filmkamera Schnitt, also es war so ein Gerät wo man schneiden konnte.
00:03:29: Also das war nur fürs... also wie so ein Videorekorder den man anschließt.
00:03:32: da konnte man dann die TV Kamera anschließen und da habe ich mit zwei Klassenkameradinnen mindestens ein größeres Filmprojekt auch drauf gemacht.
00:03:43: und dieser Kunstlehrer das war super weil er einfach alles so möglich gemacht hat.
00:03:48: Und ja auch insgesamt gerade dadurch dass ich jetzt längere Zeit im Ausland war ist mir da aufgefallen da, wo ich aufgewachsen bin sehr viele Möglichkeiten hatte auch einfach Dinge auszuprobieren.
00:04:02: Und ja also das andere was mir auch noch aufgefallen ist auch weil ich jetzt länger im Ausland war und es dann nicht hat in meinen Häuschnupfen und da war meine Kindheit auch viel davon geprägt dass ich zum Beispiel viel im Sommer wenn schön war drinnen war und das heißt ich habe dann auch viel einfach fern gesehen weil drinnen wars für mich aushaltbar und draußen eher nicht.
00:04:23: und das war glaube ich auch nochmal so ein So ein prägendes Kindheitsding, dass ich da viel dann auch schon so bisschen die Augen-Ecke geklotzt habe tatsächlich.
00:04:34: Ah okay!
00:04:36: Noch mal ganz kurz auf den Kunstjahr zurückzukommen.
00:04:39: hat der generell alle jetzt in der Klasse und in der Schule so gefördert oder hat er in dir direkt was gesehen?
00:04:46: Wie gesagt, hey du hast da wirklich Talent und das ja direkt dich auch gefördert hat oder war das allgemein?
00:04:54: Ich glaube, der hat eigentlich jede und jeden gefördert die irgendwie Interesse gezeigt haben.
00:04:59: Also ich glaub das war schon so eine Voraussetzung, wer hat es jetzt niemanden aufoktuiert?
00:05:03: Aber ich glaube bei denen, die irgendwie Lust hatten, weil er auch selber eigentlich... also der weiß nicht nur Kunstlehrer oder genau War-Kunstlehrerin ist aber immer noch als Künstler aktiv Und der hatte da glaube ich einfach so ne allgemeine Freude am Fördern von anderen, die sich künstlerisch ausdrücken wollen eben auch die zwei anderen, mit denen ich dann die Filme gemacht habe.
00:05:25: Die hatten auch Lust da drauf und ich glaube bei jedem und jeder wo er das gesehen hat, hat er irgendwie Angebote gemacht und das war dann eigentlich auch immer was ganz Tolles.
00:05:36: also... Ich meine der Kunstunterricht an sich, ich glaub' da gibt's ja auch solches und solches Und auch da hatte es sich sehr bemüht dass man da wirklich alles Mögliche mal machen konnte und auch wenn man irgendwie mehr machen wollte Hat er einem da irgendwie Möglichkeiten gegeben oder Tipps?
00:05:56: Oder wie jetzt in meinem Fall, ich durfte auch mal als die anderen... Ich weiß gar nicht mehr was die machen mussten.
00:06:03: Das war glaube ich irgendwas Basteln hatte mir eine Kamera gegeben und dann dürfte ich so ein Fotoprojekt machen weil die Schule kurze Zeit später renoviert wurde und ich sollte dann so ein bisschen die Schule dokumentieren und das fand ich unheimlich spannend.
00:06:17: Ich finde sozusagen Orte haben ja eigentlich sofort immer auch so bisschen Geschichten drin.
00:06:24: Und für mich, ich habe dann zwar sozusagen viele leere Räume und den leeren Pausenhof und so fotografiert aber da war ja eigentlich durch meine Erinnerungen und meine Vorstellung war da überall was los.
00:06:37: das heißt diese Bilder waren gar nicht leer und so war es ganz schön im Unterricht was machen zu können, was mir total Spaß macht.
00:06:47: Und dann habe ich tatsächlich diese ganze Schule einmal ringsrum
00:06:51: fotografiert.".
00:06:52: Sehr cool!
00:06:53: Also war das jetzt so dass du auch für dich zu Hause fotografiert hast?
00:06:57: Oder war es wirklich dann durch diesen Kunstlehrer, der dir erstmalig eine Kamera an die Hand gedrückt hat und gesagt hat mach mal...
00:07:03: Ich glaube, ich habe vorher zu Hause noch gar nicht so fotografiert.
00:07:06: Ich könnte es uns aber nicht ganz zusammenbringen.
00:07:08: Bei dem hab' ich auf alle Fälle so wirklich noch analog fotografiert mit Dunkelkammer und Abzüge machen Und ich glaub dann erst danach kam meine erste eigene Fotokamera.
00:07:21: Ich glaube so rum war's genau.
00:07:22: also die ersten Erfahrungen bei ihm.
00:07:25: Wie du
00:07:27: dir auch deswegen gewünscht hast?
00:07:29: Weil du dann bei ihm Da schon mal reinschnuppern konntest du das ausprobieren konntst oder war die dann einfach
00:07:35: da?
00:07:36: So würde man es wahrscheinlich am besten gerne erzählen, aber ich glaube... Also ich weiß nicht.
00:07:42: Ich habe ja so das Gefühl, da hatte ich nie den Druck verspürt.
00:07:46: Bei mir war zu der Zeit auch, dass ich viel Computerspiele gespielt hab also auch gerne solche mit Narrationen und angefangen habe zu programmieren.
00:08:03: Vor allem dann aber Websites, weil ich da auch irgendwie Spaß hatte dass da irgendwie so ein Tool entsteht das die Gruppen und Gemeinschaften nutzen können.
00:08:11: Das kam in Kombination noch mit den Fotos, dass ich dann auch Website machen konnte wo man die Bilder präsentieren konnte, die ich gemacht hab.
00:08:18: Und wenn ich... also ich merke da kommen so ein paar Erinnerungen.
00:08:21: Ich war dann schon in gewisser Art und Weise oft derjenige der Veranstaltungen gefilmt oder fotografiert hat und fand dieses Festhalten dieser Momente unheimlich spannend.
00:08:31: Und ja, das kam da glaube ich so zusammen, dass entweder habe ich mir dann Kameras leihen können – genau!
00:08:37: Das kam auch noch dazu.
00:08:38: Ich hatte auch irgendwie einen Bekannten der hat eben dann verschiedene Kameras, auch gerade Filmkameras.
00:08:43: die konnte ich mir immer mal wieder leihen wenn ich wollte.
00:08:47: So war es glaube ich ein Übergang von den Kameras aus der Schule und irgendwann meine eigene erste Digitalkamera Und da kamen natürlich dann noch viele, viele danach.
00:09:00: Also ich glaube, da hatte der Kunstlehrer schon so seinen Beitrag, indem er das einfach so locker ermöglicht hat mit dass man da alles machen konnte aber dass er einen jetzt auch nicht irgendwie verdonnert hat, dass man das jetzt irgendwie immer weitermachen muss sondern es war von sich aus eine sehr wohlwollende Atmosphäre in der das Spaß gemacht hat zu fotografieren.
00:09:25: Und ich habe dann auch einen Austauschjahr in die USA gemacht und da hatte ich dann sogar Fotografie als richtiges Schulfach, also eines meiner, ich glaube, sechs oder sieben Fächer am Tag.
00:09:36: Das heißt, wenn ich mich richtig erinnere war das dann wirklich... War das jeden Tag?
00:09:41: Genau!
00:09:42: Jeder Tag war gleich dort.
00:09:43: Das war ein bisschen anders als der deutsche Stundenplan.
00:09:45: Das heisst aber auch jeden Tag dann Fotografi auch einen sehr tollen Lehrer und das hat dann da auch unheimlich Spaß gemacht.
00:09:55: Da kam noch, dass ich dann in einem, genau die Schule war ganz anders, da gab es dann auch Trimester und in einem Trimesser hatte ich dann auch noch ein Filmkurs und fand das... Also hat er die Möglichkeit lauter so Sachen zu machen, die mir irgendwie Spaß machen Und das waren aber alles irgendwie so Puzzleteile.
00:10:15: Also ich hatte zwar schon in der Schulzeit irgendwie Lust drauf, Filmemacher zu werden Aber das kam erst so nach und nach und ich würde auch sagen Ich bin da ziemlich langsam in den Dingen die ich dann wirklich machen wollte also Auch mit dem filmen und dann letztendlich film studieren.
00:10:30: Da gab es schon so Gespräche wo meine Eltern mal so vorsichtig nachgefragt haben was denn Was ist denn jetzt genau wird?
00:10:39: Aber an sich hatte ich da schon irgendwie immer Lust drauf auf Film.
00:10:43: Ich würde mal auch sagen, durch dieses mit den heuschnupfen Augen zu Hause sitzen Fernsehschauen war eine lange Zeit das ich Werbefilm-Regisseur werden wollte.
00:10:51: Das fand ich unheimlich spannend.
00:10:53: also lag glaube ich auch daran dass wenn man die ganze Zeit Fernsehen schaut dann gibt es manchmal ja so Zeiten wo dann die Werbungen fast schon das Interessante sind oder waren.
00:11:00: Ich weiß jetzt gar nicht wie's heute dann wirklich wäre wenn man Fernsehen schaut.
00:11:05: Und so bin ich auch in die Filmhochschule gegangen mit diesem Wunsch Werbefilmer zu machen.
00:11:12: Auf der Filmhochschule ist es dann wieder auf eine Art passiert, dass sich da einfach ein bisschen ankam und das machen wollte und aber erst richtig gemerkt habe wie Dokumentarfilm zum Beispiel einfach eine Leidenschaft von mir.
00:11:27: Also eigentlich muss man jetzt ehrlich sagen, ich habe mit der Bewerbung erst Dokumentarfilm also nicht DOKUS sondern Dokumentarfilm richtig kennengelernt weil ich hatte mir da so die Arthouse DVD-Box geholt und hab dann so zehn Dokumentarfilme geschaut.
00:11:39: Und weiß noch, wie ich da nachts gebannt davor saß Man on Wire oder die Spielwütigen oder Blackbox BRD solche Filme zu schauen und zum ersten Mal zu merken Boah okay das ist also Dokumentarfilm dafür bewerbe ich mich jetzt auch und dann bin ich auch angenommen worden und als sich dann tatsächlich an der Hochschule die Möglichkeit hatte Werbefilm zu machen hat ich gar nicht mehr so Lust drauf.
00:12:03: Also da war es sich in der Aufnahmeprüfung zum ersten Mal, dass mein Bauch so richtig gesagt hat, nee das machen wir jetzt nicht.
00:12:11: Das habe ich auch erst später ein bisschen begriffen.
00:12:13: aber ich fand's ganz gut im Nachhinein, dass sozusagen da meinen Herz an den Dokumentarfilmen gegangen ist und ich da auch sehr gut aufgehoben.
00:12:25: dann war
00:12:26: Wie cool.
00:12:27: Also bist du sozusagen nach der Schule, hast du erst mal wie als Fotograf gearbeitet und dann hast du dich an der Hochschule angemeldet?
00:12:33: Und hast das richtig studiert?
00:12:35: Genau so auch ein bisschen alles parallel.
00:12:37: also ich habe schon während der Schulzeit angefangen auch so kleine Aufträge zu haben hab dann auch in den letzten zwei Sommerferien die ich hatte praktiker gemacht unter anderem zum Beispiel bei Bayern I und hatte da dann auf der Radio Sender Bayern I, hat er dann auf deren Sommerreise so ein kunderbundes Praktikum, wo ich auch wiederum fotografieren durfte.
00:13:03: Ich durfte aber auch mal mit einem Mikrofon rumlaufen und so.
00:13:06: Hatte also einen tollen Einblick und hab nach der Schule vor allem als Fotoassistent gearbeitet.
00:13:18: Ich hatte viele tolle Leute, denen ich begegnet bin.
00:13:22: War dann bei einem Fotografen und durfte da auch das Studio für eigene Sachen nutzen und aber auch bei ganz spannenden Sachen dabei sein.
00:13:30: Und habe parallel aber schon angefangen im weitesten Sinne Industriefilme zu machen.
00:13:38: Wenn es uns fotografieren ging, Porträtfotos ... fand ich unheimlich spannend und da hatte ich auch so einen Moment mit einem guten Kumpel, der Musiker ist.
00:13:46: Und ein Porträtfoto von dem zu machen und irgendwann auch zu merken wie da wirklich diese Beziehung eigentlich ist zwischen Fotografen und Personen die fotografiert wird und in was man da wirklich eintauchen kann.
00:14:01: Das war irgendwie ein ganz besonderer Moment als ich bei diesem Shooting das Gefühl hatte jetzt habe ich wirklich ihn, wie ich ihn irgendwie auch sehen würde eingefangen mit der Kamera und das war ein unheimlich aufregender Moment damals.
00:14:14: Und diese Industriefilme, die ich dann aber auch parallel gemacht habe, die waren toll weil ich hab da teilweise Dinge zugesagt wo ich noch gar keine Ahnung hatte wie ich das genau machen würde.
00:14:24: Aber habt ihr es wohl irgendwie so weit dargestellt dass die Leute gesagt haben ja dann macht das doch du hörst dich an als kriegst du das hin?
00:14:32: Da habe ich mich natürlich auch entsprechend reingehängt dass ich das irgendwie hinkriege und konnte auch da wiederum tolle Sachen ausprobieren und erfahren, dass das war tatsächlich auch irgendwie eine... Also im Nachhinein glaube ich war es tatsächlich recht, wie soll man sagen, recht voller Risiko auf einer Art.
00:14:51: Weil ich habe da irgendwie dann ganz frei auch gearbeitet aber das hat super funktioniert Genau, dann bekam jedes Studium und da hatte ich das Glück auch mit dem Stipendium studieren zu können.
00:15:05: Also habe da sozusagen wirklich sehr tolle Bedingungen gehabt um mich auszuprobieren wird im Nachhinein auch sagen dass ich da viele Sachen gemacht hab die wo ich erst später gemerkt habe dass sich da eigentlich überhaupt keine Lust drauf hat aber die waren irgendwie einfach interessant von der Sache die zumachen oder auch mich in gewisse technische Sachen reinzufuchsen Und dann aber zum Glück so viel Zeit und Raum zu haben, da auch zu entdecken worauf ich wirklich Lust habe.
00:15:33: Was mir Freude macht und wo ich dann auch wie mit einem Projekt über meinen Großvater der große Dokumentarfilm dann fünf und ein halb Jahre mit was wirklich verbringe.
00:15:43: Da kommt glaube ich auch eine Hartnäckigkeit von mir rein, dass sich bei sowas einfach dranbleibt und Spaß hat.
00:15:54: Das glaube ich war durch all diese Dinge möglich, dass sich da mich austoben konnte und ausprobieren.
00:16:03: Ich finde es auch interessant weil meine Mutter hat mir mal als wir diesen Dokumentarfilm über meinen Großvater also ihren Vater gemacht haben gesagt das ich so vom Typ ja anders bin als meine Schwester, dass ich in den Raum reinkomme und erstmal irgendwie zuhöre und diesen Raum aufnehme.
00:16:19: Und ich find' das trifft schon ganz gut guter Beobachter, auch einfach weil ich Spaß habe irgendwie so Dinge aufzunehmen und dann ein bisschen mit allen Sinnen da zu sein.
00:16:31: Und zu schauen was da los ist.
00:16:33: und das glaube ich war dadurch in dieser Form möglich.
00:16:37: Nichtsdestotrotz muss mich da wiederholen.
00:16:39: Ich glaube bei vielen Dingen einfach sehr langsam.
00:16:41: Ich hab es ja spät immer erst so gemerkt, was mir gefällt und warum mir das gefällt.
00:16:47: Und kam aber zum Glück zu diesen Momenten dass sich das gemerkt hat Ja,
00:16:52: aber ist ja auch gut.
00:16:53: Du hast erst mal Erfahrungen gesammelt und für dich ausprobiert was du überhaupt gefällt und worauf du Bock hast.
00:17:00: Und nach deinem Studium war aber der Dokumentarfilm über deinen Großvater nicht dein erstes Projekt?
00:17:07: Doch also das war sozusagen ein Projekt mit dem habe ich als... Buch ist sogar mein Abschluss an der Filmhochschule gemacht.
00:17:14: Aber das war auch auf eine Art Ausnahme, dass es so funktioniert hat und dann war's auch meinen Abschlussprojekt und mein Debüt-Projekt nach der Filmhochschule.
00:17:25: Und das war aber auch einfach weil ... Das hatte ich schon angefangen und da war ich irgendwie schon drin und das war eigentlich recht schnell klar, dass das als so großes Projekt funktionieren kann.
00:17:40: Ich hatte das aber auch sozusagen rauf und runter bearbeitet in der Filmhochschule, weil zum Beispiel dann mit meinen Kollegen, mit dem Robert und Florian vom Klub XXIII.
00:17:49: Da hatte ich diesen Stoff dann auch mal fiktional im Seminar geschrieben und hatte sozusagen da schon ganz mehrere Zugänge dazu gewonnen.
00:18:00: Und genau!
00:18:02: Also dieses Projekt war dann irgendwie sehr prägend für für den Abschluss meines Studiums und den Anfang.
00:18:08: Und dann habe ich diesen Stoff auch ja noch nicht nur als Kinofilm gemacht, sondern auch nochmal fürs Radio adaptiert.
00:18:15: Also das heißt da hab' ich mich mit diesem einen Stoff wirklich sehr umfangreich
00:18:18: beschäftigt.".
00:18:33: Oder war das generell schon bei dir im Kopf, dass du sagst, das will ich mal machen?
00:18:38: Da finde ich ganz interessant.
00:18:40: Das war schon immer irgendwie so ein bisschen da und auch interessant.
00:18:43: Ich glaube, ich habe einfach gefühlt, dass es mehr ist weil es kein Familiengeheimnis war aber es wurde nicht über alles geredet oder es wurde jetzt sozusagen ... Es gab immer einen Punkt, da ging's nicht weiter wenn darüber geredet worden ist.
00:19:02: Und ich glaube, ohne das jetzt wirklich benennen zu können, das habe ich schon so gespürt und es gab dann einen Punkt noch ziemlich früh im Studium wo ich mit einem guten Freund da drüber gesprochen hab und dem gesagt hab, hey schau mal, das wäre irgendwie mein Großvater!
00:19:15: Ich fände das irgendwie ganz spannend zu erzählen.
00:19:17: Er war ja
00:19:18: Politiker plus mal.
00:19:19: ganz kurz damit diejenigen jetzt hier zuhören... mit einer Vorstellung haben, um was es da ging.
00:19:25: Genau!
00:19:26: Der Großvater war Politiker CSU Bundestagsabgeordneter enger Vertrauter von Franz Josef Strauß.
00:19:32: also das geht um die Sechziger und Siebziger Jahre Bonner Republik.
00:19:36: Und dieser Großvator der hat ... Also der war wahrscheinlich der entscheidende Verräter der beim konstruktiven Misstrauensvotum in der Stasi bestechten ließ.
00:19:49: Und damit ist dieses Misstrauensfotom gescheitert und Willy Brandt es Kanzler geblieben.
00:19:54: Im Leben meines Großvaters gab's eben noch ganz viel andere, bisschen seltsame Dinge, dass er auch jede Nacht in Köln verbracht hat im Nachtleben ganz viel Geld für Kavir, Champagner und Frauen ausgegeben hat.
00:20:09: Ich ihn selber aber, obwohl wir sozusagen zehn Jahre ... Warte zehn Jahre?
00:20:17: Er lebte noch recht lang.
00:20:18: allerdings habe ich ihn in dieser Zeit nie so richtig kennengelernt.
00:20:22: Und dieser Film war dann aber die Möglichkeit, das mit meiner Mutter auch zusammen nachzuholen und da war sozusagen ganz viel Familiengeschichte, auch Familien Traumata da und da hatte ich dann die Möglichkeit mit diesem Film da einzutauchen in diese Geschichte.
00:20:42: und meine Mutter, meine Eltern meine Großeltern da auch mal so richtig kennen zu lernen.
00:20:51: Da war die Kamera auf eine Art, auch so ne Entschuldigung für manche Dinge zu fragen.
00:20:58: also wird mal sagen damals noch heute glaube ich würde ich das würde ich sagen ist es eh so in Fleisch und Blut übergegangen wenn der sozusagen jemand interessantes ist da wirklich zu fragen nachzuhaken weil's dann auch einfach wirklich interessant ist.
00:21:13: und das Projekt war sozusagen dadurch so ein Lernen von auf das Bauchgefühl zu hören, dass dann irgendwie immer wieder sagt so ah wie spannend.
00:21:21: Weil wie gesagt dieser eine Freund der hatte am Anfang noch irgendwie so beschützend gesagt ja weiß ich jetzt nicht ob das so gut ist.
00:21:28: Das hört sich alles ein bisschen schwierig an.
00:21:31: und da hatte ich aber auch wiederum Glück weil dann habe ich den Hans Steinbichler, den Regisseur kennengelernt und als ich dem davon erzählt hab, dass ich damit irgendwie liebäuge war schon so ein bisschen vorsichtig wie ich das ihm vorgestellt habe, weil nicht dass er auch wieder sagt Der war dann aber sofort so Feuer und Flamme.
00:21:49: Und hat mich da komplett unterstützt und gesagt, das musst du machen.
00:21:54: Lustigerweise hatte er sich da früher mal mit dem Rainer Barzel beschäftigt.
00:21:59: Das ist alles so Geschichte.
00:22:01: Das kenne ich und ganz viele Leute so.
00:22:02: Ich glaube ab der Sechzig-Siebzig.
00:22:04: Denen ist das so noch bewusst.
00:22:06: Aber Rainer barzel wäre damals eigentlich Bundeskanzler geworden wenn dieses Misstrauensvotum nicht gescheitert wäre.
00:22:14: Und damit hatte sich eben der Heinz Steinblicher mit dieser Figur beschäftigt, der damals so hauchdünn vor der Kanzlerschaft stand und es dann nicht geworden ist.
00:22:23: Da hatten wir schon eine Grundlage für das Projekt gelegt.
00:22:32: Der Hans hat mich da super unterstützt.
00:22:35: Dann habe ich ganz schnell tolle Mitstreiterin angefangen von... Also der ersten Redakteurin erst und dann kam auch noch die zweite schnell dazu.
00:22:44: Und ich hatte einen Superproduzenten, der mich dann bei diesem Projekt einfach unterstützt hat wo ich auch erst nachher gemerkt habe dass diese Beziehungen gar nicht immer so laufen müssen wie sie jetzt bei mir gewesen sind.
00:22:55: Ja selbstverständlich und auch das sozusagen selbst wenn da Widerstände kommen, dass man da trotzdem weiter macht und dass man dann einfach andere Wege sucht und sich das nicht ein bisschen ausläuft.
00:23:08: oder also So war es in meiner Erfahrung oft danach, dass dann irgendwie das eher so ein bisschen unverbindlicher war.
00:23:15: Und da hat mir das halt sehr gefallen, dass ich da sehr verbindliche Leute hatte die auch einfach wirklich mir geholfen haben wo's glaub' ich nur ging.
00:23:24: Da wäre nicht immer so zurückblicke habe ich so das Gefühl... Es gab eigentlich so viele Leute die mir da geholpen haben meinen Weg zu gehen.
00:23:34: Das ist schon irgendwie sehr fantastisch gelaufen.
00:23:38: Stelle ich mir das da jetzt richtig vor, dass du während des Studiums sozusagen das Drehbuch dafür geschrieben hast?
00:23:45: Oder bin ich da als völlig falsch und dann nach dem Studium dich daran gemacht hast, das zu drehen.
00:23:51: Also das Dokumentat-Treatment habe ich geschrieben und zusätzlich in dem Seminar mit Robert und Florian auch noch das Ganze als einen fiktionalen Stoff.
00:24:01: Und genau im Studium ist sozusagen dieses Treatment entstanden.
00:24:05: Mit dem habe ich meinen Abschluss gemacht Und da drauf aufbaue – also ich meine dokumentarische Treatment ist ja dann viel freier und auch meistens sehr viel länger als so ein Spielfilm-Treatment, wenn es jetzt kein Bildertreatment ist.
00:24:19: Und entsprechend war das irgendwie, ich glaube, so'n dreißigvierzig Seitenpapier.
00:24:25: Das war die Grundlage fürs Drehen, wobei ich da auch im Nachhinein sagen würde, damals hatten schon einige….
00:24:33: Also, ich hab ne Sohn muss ich's erzählen!
00:24:36: Ich habe ein bisschen einen Abzug bekommen beim Diplom für dieses Treatment, weil die meinten es ließ sich schon so ein bisschen literarisch.
00:24:44: Und das war irgendwie so ein Kompliment, dass aber eigentlich auch so ein Hinweis war, dass jetzt nicht so filmisch ist.
00:24:51: Weil als es dann tatsächlich ans Drehen ging ich schon auch gemerkt hab, dass ich da bei manchen Dingen Erstens mich mit viel zu viel Beschäftigung, also viel zuviel Material für einen Film.
00:25:04: Viel so große Recherche und andererseits auch bei manchen Dingen da wirklich ein bisschen literarisch gedacht hatte und jetzt nicht unbedingt wie das sich filmisch einfangen ließ.
00:25:13: Also da war dann schon noch mal eine Herausforderung um das zu übertragen und ich würde mir sagen da war ein sehr großer Lerneffekt dabei zu merken.
00:25:23: okay Das lässt sich jetzt gut aufschreiben, aber das lässt sich filmisch nicht direkt zu erzählen.
00:25:31: Und ja... Das hat dann auch sozusagen mit den Mitstreiterinnen funktioniert.
00:25:36: da was hinzubekommen, was tatsächlich als Film auch funktioniert?
00:25:43: war ja bestimmt auch sehr viel Vorarbeitung.
00:25:45: Man musste es erst mal recherchieren, wer könnte uns da jetzt was drüber zählen?
00:25:49: Diese Gesprächspersonen die du dann im Dokumentarfilm hast und so weiter erstmal ausfindig machen, die Anfragen ob sie überhaupt bereit wären das ist ja soviel Vorarbeit die da schon erstmal drin steckt bevor's eigentlich überhaupt losgehen kann.
00:26:02: Und du sagtest ja vorhin das komplette Projekt hat fünf eineinhalb Jahre gedauert
00:26:06: Genau.
00:26:07: Also nicht, dass da jetzt die fünf und ein halb Jahre Vollzeit waren, am Anfang noch nicht, am Ende dann schon, am anderen sogar ein bisschen mehr als ein klassisches Vollzeitprojekt, will ich mal sagen.
00:26:16: Aber ja, da war sehr viel Recherche dabei.
00:26:18: Da war aber auch einfach oft so glückliche Zufälle, weil ich mit Leuten zu tun hatte, die halt auch im Telefonbuch stehen.
00:26:27: Wenn es zum Beispiel um den Fahrer meines Großvaters ging, da wusste ich den Namen und ungefähr wo der wohnt alle rausgesucht, die so hießen und habt ihr da rein nach abtelefoniert.
00:26:39: Also ganz klassische Recherche in der Richtung wie man es heute wahrscheinlich...
00:26:44: Das ist eine alte Telefundbuch ne?
00:26:45: Genau!
00:26:46: Wie man's heute vielleicht wenn man will kann...
00:26:48: Ja, wird schwieriger!
00:26:50: Vielleicht gehts noch auf Social Media Kanälen das man da Leute so findet.
00:26:55: In dem Fall war es tatsächlich so und auch dass viele dann also mit den meisten eigentlich mit denen ich da gesprochen hab hatte ich auch kein Problem zu reden und die, die dann im Film waren sowieso nicht.
00:27:10: Es gab natürlich so ein paar Leute – das erwähne ich auch glaube ich im Film – da war es eher schwierig mit denen zu sprechen.
00:27:18: Und ganz hilfreich war aber eine Historikerin, die mich unterstützt hat, die mir dann auch mal gesagt hat du wirst nie alles rausfinden können also damit musst du dich einfach abfinden Du wirst bei vielen Stellen... Also auch wenn du jetzt wirklich vollzeit historisch arbeiten würdest, es geht einfach nicht.
00:27:37: Du wierst nicht alles finden und das war für mich allerdings natürlich da oft eine Schwierigkeit weil ich dachte mir okay ich habe schon dieses und jenes gefunden und diese Person und jede Person.
00:27:47: dann will ich jetzt aber auch noch irgendwie die Gewissheit haben War er's oder war ist nicht?
00:27:53: Oder auch bei anderen Dingen Gibt es einen Beweis?
00:28:01: Da fängt's ja schon an.
00:28:01: Nicht alle leben noch.
00:28:03: und wie gesagt, ich hab dann auch die Leute, die eben nicht reden wollten und so.
00:28:08: Und dabei auch zu merken dass da sozusagen für manche Erzählungen auch das interessant ist, dass eben Leute nicht reden wollen Ja, das war auch so ein Lernprozess für mich dann.
00:28:19: Und andererseits auch zu merken, dass sozusagen man vielleicht auch manchmal nicht mit der Tür ins Haus fallen sollte wenn man ein Projekt macht oder auch wiederum... Es gibt keine Regeln aber es gibt schon irgendwie so gute Erfahrungen die man hat.
00:28:35: bei anderen ist es wiederum ganz gut wenn man sofort sagt, dass das eigentlich hier um ein Projekt geht und das nicht einfach nur aus Interesse ist.
00:28:43: Und ja, also es war auf alle Fälle unheimlich spannend da mal ganz viele Türen aufzuschließen.
00:28:48: Aber wie gesagt, auf eine Art hatte ich dann auch viel zu viele Türe aufgeschlossen.
00:28:51: Also ich habe mich mit sehr vielen Leuten beschäftigt und hatte da einen sehr tiefen Einblick dafür in der Zeit.
00:28:57: Das war unheimlos spannend!
00:29:01: Und wie müssen wir uns das jetzt vorstellen?
00:29:03: Dann hast du das fertig gedreht gehabt?
00:29:05: Du hast dir das doch dann bestimmt das mir mit deiner Mam zusammen angeguckt
00:29:09: ne?!
00:29:10: Oder erst mal nur ihr für euch, oder das habt ihr direkt im Kino dann zum ersten Mal zusammen gesehen?
00:29:15: Ja ja.
00:29:16: Ich habe meine Mutter schon so... Also ich überlege gerade... Ne also es gab schon ein privates... Ich hab's denen schon einmal vorher glaube ich gezeigt gehabt, wenn ich mich recht erinnere allerdings Aber jetzt nicht dass wir sozusagen nach dem Dreh oder währenddessen schon da viel drüber geredet hätten.
00:29:33: Das habe ich nämlich auch gemerkt.
00:29:35: Das ist ganz schwierig, wenn dann sozusagen die Protagonisten und Protagonistinnen vielleicht noch mitreden.
00:29:41: Ich musste nämlich auch etwas ganz Schwieriges machen.
00:29:43: ich musste meinen Vater aus dem Film schneiden.
00:29:45: der war eigentlich auch da und es gibt viele Gespräche da sitzt er auch daneben.
00:29:49: aber das hat dem Film nicht gut getan.
00:29:51: Und das war an sich auch eine sehr harte Entscheidung, weil mein Vater da auch sehr wohlwollend und viel in seiner Art für den Film getan hat.
00:30:00: aber ich konnte ihm sozusagen nicht das geben dass er da jetzt auch im film auftaucht.
00:30:06: Er sitzt lustig, also er sitzt wirklich manchmal einfach nur daneben und wenn er würde dann manchmal auch was sagen aber das haben wir schon wieder weggeschnitten.
00:30:15: Das ist dann schon passiert und ja es waren die harten Entscheidungen des Schneideraums.
00:30:21: Konnte er das verstehen oder war
00:30:23: er da?
00:30:24: Ja klar!
00:30:26: Er ist glaube ich der größte Fan des Films und er ist auch ständig, wenn er irgendwie sieht dass er wieder irgendwo gezeigt wird, dass er mir Bescheid gibt weil manchmal weiß ich, dass es aber auch nicht passiert.
00:30:41: Über meine Eltern kann ich da nur sagen, dass die in so vielerlei Hinsicht fördernd waren und immer noch Sinn mit Dingen, die ich mache.
00:30:52: Das hilft natürlich auch ungemein gerade wenn dann... Weil der Rest ist schon manchmal schwierig und steilig.
00:30:59: Aber da weiß ich – da kann ich mich auf die verlassen!
00:31:03: Und wie bist du dann so in Kontakt mit Produzenten gekommen?
00:31:07: Gief das auch noch teilweise mit über die Hochschule, oder hast Du einfach mal angeschrieben.
00:31:12: Wie ist denn das dann ja in dem Fall?
00:31:16: In diesem Fall hatte ich eigentlich auch Glück.
00:31:17: es war ein bisschen über die hochschule weil Ich habe da bei einem Pitchwettbewerb Mitgemacht der war im Rahmen des dokumentarfilm fest zu münchen und Da hatte ich vorher allerdings auch schon in der Hochschulle noch einen pitch Training gehabt hatte auch gemerkt, dass es Spaß gemacht hat da so einen Pitch dafür zu entwickeln.
00:31:38: Das hatte angefangen weil's so ein Abschlussgespräch nicht in Abschluss, sondern Abschlussveranstaltung an der HFF gab wo man seine Stoffe vorgestellt hat.
00:31:47: und als ich dann über meinen Großvater erzählt habe haben die Leute angefangen zu lachen was für mich ganz wider erwarten war.
00:31:54: und da hab' ich so gemerkt ja nee das ist eigentlich irgendwie auch ganz gut, dass die Leute da reagieren.
00:32:01: Und dann hatte ich eben bei diesem Pitchfettbewerb mitgemacht und hat den auch noch gewonnen.
00:32:07: Und bei diesem Wettbewerk war eine meiner späteren Redakteurinnen schon dabei, die dann auch gleich ihre andere Redakteuren gefragt hat ob sie nicht Interesse hat.
00:32:20: Und die wiederum haben dann meinen Produzenten Bescheid gesagt also ich hätte diesen Pitchwettbewert ... Ob ich schon wusste, dass ich gewonnen habe.
00:32:28: Aber das war schon vorbei und ich hatte schon die E-Mail von meinem Produzenten der sagte er will das machen, er findet es interessant.
00:32:35: Ach toll ja!
00:32:37: Und als ich gemerkt hab wer das ist... Solltest du
00:32:39: sein?
00:32:40: Ja!
00:32:41: Als ich gemerkt hat wer das isst dann war auch gleich so super.
00:32:44: also können wir gerne machen.
00:32:47: Wusste auch gar nicht wie das.. Also da war ich sozusagen wieder sehr verwöhnt was für ein Holzweg das auch sein kann auf der Suche nach jemandem.
00:32:58: Und das war wie gesagt dann auch jemand, der da wirklich an meiner Seite stand von vorne bis hinten und durch den ganzen Prozess hindurch.
00:33:07: Da muss man sagen, da war ich natürlich mit der Hochschule die mir das Pitch-Training ermöglicht hat und diese Veranstaltungen und die Engelverbindung mit dem Dokumentarfilm Festdiester gibt.
00:33:19: Das hat da unheimlich geholfen dass ich eigentlich immer nur so von einer Tür zur nächsten gehen musste und jetzt keine großen Suchen hinter mir hatte Und hat natürlich jetzt bei so einem Projekt, wo ganz viele andere Sachen schwierig und herausfordernd sind schon gut getan, dass das nicht an allen Ecken und Enden so lief.
00:33:38: Da war dann auch schnell klar, dass es direkt ins Kino kommt?
00:33:42: Das war schon von Anfang an der Anspruch.
00:33:49: Der Produzent hatte sich sofort auf die Fahne geschrieben dass das eben entsprechend finanziert ist und möglich ist.
00:33:59: Und ich fand es natürlich super, für mich war da vieles einfach, dass ich da nicht nein gesagt habe wenn Dinge angeboten wurden.
00:34:11: Das war dann am Ende gut weil es dann auch funktioniert hat, dass der ins Kino kam.
00:34:15: Er lief natürlich am besten in dem Ort wo aus dem mein Großvater kommt also in Günnsburg war ich mehrmals dann auch im Kino, um bei Vorführungen dabei zu sein.
00:34:27: Weil für so einen kleinen Ort mit ... War das was Besonderes?
00:34:30: Also da waren auch ganz viele da, der in irgendeiner Form etwas sagte weil wenn man so einen Politiker vor Ort hat und er auch über Jahrzehnte in gewisser Weise aktiv war.
00:34:42: Da hat dann natürlich jeder irgendwie mehr oder weniger was dazu zu sagen.
00:34:46: Da kam auch nachher noch ein bisschen mehr raus, weil ich hatte vorher mich den Prozess versucht so ein bisschen abgedeckt zu halten.
00:34:56: Ich hatte ein bisschen Angst dass da etwas rauskämme, was den filmischen Prozess stört und war deswegen so wie sagt man geheimnisturisch Und hab da jetzt sozusagen nicht direkt in der Zeitung geschrieben, hey ich mach einen Film.
00:35:12: Wer kann mir was erzählen?
00:35:14: Heute würde sich das vielleicht eher so machen weil dann Gaps tatsächlich noch ein paar spannende Sachen die dazugekommen wären.
00:35:20: und ja aber das war super.
00:35:24: also ich hatte mit dem film irgendwie alles was man sich so wünscht dabei kinoauswertungen fernsehausstrahlung auch danach noch öfter.
00:35:33: Der läuft sogar jetzt dann nochmal in diesem Jahr, in einem Kinom mit einer Vorführung wo ich dabei sein werde.
00:35:40: Und das ist schon toll weil ja also es gibt da viele Leute die sich für den geschichtlichen Aspekt interessieren und auch der andere die sich von den familiären Aspekten interessieren.
00:35:52: Es ist auf eine Art eine ungewohnte Verknüpfung dass das beides so stark vorkommt.
00:35:58: Aber am Ende haben wir es da auch geschafft, das Gute miteinander zu verbinden.
00:36:07: Da war auch von all dem was mir Spaß macht dann etwas dabei.
00:36:11: Also der historische Aspekt und der familienaspekt.
00:36:16: Am Ende wurde es dieser Film.
00:36:18: Ich stelle mir das für deine Familie so aufregend vor.
00:36:23: Diese lange Arbeit die du da reingesteckt hast, diese vielen Stunden Und dann ist das soweit und du gehst da ins Kino.
00:36:31: Zum ersten Mal wird jetzt dieser Film vor Publikum vorgeführt, ah!
00:36:36: Das muss dich doch immer nicht zerrissen haben oder?
00:36:39: Vor Aufregung und Stolz... Also das stelle ich mir mega vor diesen Moment.
00:36:44: Ich glaube das vergisst du nie,
00:36:46: oder?!
00:36:47: Ja, ich erinnere mich auch noch richtig gut an den Moment als der dann im Kino lief.
00:36:51: Der hat ja dann auch wieder auf dem Dokumentar von Feste München seine Premiere und ich weiß noch wie das Kino voll war und da waren ganz viele Familie, Freunde, bekannte Kolleginnen.
00:37:02: alle waren da.
00:37:04: Das Kino war auch komplett voll.
00:37:07: Ich weiß nicht mehr warum, aber ich bin irgendwann auch rausgegangen.
00:37:11: Ich hatte natürlich im Vorfeld den Film auch noch mal ganz oft gesehen, ob wirklich technisch alles funktioniert und so weiter.
00:37:19: Und dann stand ich aber irgendwann hinten also ganz hinten in Publikum und das war echt spannend zu merken wie man das Publikums dann einfach spürt.
00:37:28: Also nochmal glaube ich ganz anders als wenn man nur als Zuschauer unter dem anderen Zuschauern ist.
00:37:36: Das war wirklich ein sehr spannender Moment, auch weil danach noch irgendwie so ein paar Dinge waren wie dass meine Mutter hatte dann noch eine kleine Rede vorbereitet.
00:37:46: Also ein kleines Liebesrede würde ich nennen an meinen Vater Und da gab es dann lustigerweise auch einen Kommilitonin, der meinte... Also der Film hat ihn irgendwie schon sehr an die Grenze gebracht.
00:37:58: Aber als meine Mutter das dann gesagt hätte, ist dann der Tränendamm wirklich gebrochen und das war unheimlich schön zu sehen dass da viele Leute mit dem Film sehr tief was anfangen konnten und die berührt hat.
00:38:13: Das war wirklich toll zu merken, weil diese ganzen Jahre der Arbeit wie du sagst die Gipfelten dann irgendwie so in diesem Moment und der ist ja dann an sich auch nur... also der Film ist zweiundachtzig Minuten.
00:38:24: Also sind auch dann sozusagen nur diese eineinhalb Stunden auf die man da hingearbeitet hat und dann aber zu sehen das hat funktioniert und die Leute gehen mit uns und sind begeistert Und auch danach dann die ganzen, also da war natürlich viel zu wenig Zeit um mit allen zu reden oder in der Ausführlichkeit zu reden wie ich es gern gemacht hätte.
00:38:45: Aber das war einfach auch insgesamt eine tolle Erfahrung.
00:38:49: Es war ganz anders als sich im Fernsehen ausgestrahlt worden ist weil da war's irgendwie so ja jetzt läufts.
00:38:56: Ich sehe auch dass es irgendwie so läuft.
00:38:58: aber dieses Gefühl ist ein ganz anderes als wenn du im Kino dabei bist wie die Leute zum ersten mal das anschauen Und ich, also auch in der Erinnerung muss ich sagen mich hat die Kino Akustik auch dann nochmal glaube ich selber sehr bewegt.
00:39:12: Also ich hatte selber an Momenten Gänsehaut auch wo ich gemerkt habe Die Musik die meine zwei Komponisten die extra dafür gemacht haben Wie gut sie funktioniert hat und wie toll diese Kinomischung dann war und wieder wie gut da alles zusammen kam.
00:39:27: Ja das war wirklich schon ein echt einmaliger moment.
00:39:31: Ich habe danach auch gemerkt, wie gerade in dieser Moment dann diese fünf und ein halb Jahre nichts erscheinen.
00:39:37: Also das ist vollkommen okay so lange zu arbeiten wenn danach dieser Moment kommt.
00:39:42: So toll!
00:39:43: Unvergesslich ne?
00:39:44: Ja.
00:39:45: In dem Fall war es ja so dass du mit deinem Großvater die Figur zuerst hattest.
00:39:51: Wie ist es denn generell bei deinen Stoffen?
00:39:53: Hast Du immer zuerst eine Idee für die Figuren im Kopf oder kann's auch mal ein Ort sein oder Geschehen oder ein Bild?
00:40:02: Also für die Sachen, mit denen ich mich bisher dann wirklich weiter beschäftigte ging es schon sehr von Menschen aus und von Menschen, die was erlebt haben oder mir etwas erzählt haben.
00:40:17: Ich würde mal sagen, ich bin selber sehr interessiert an Themen also ich gebe auch Dinge da kann ich mich gut reinlesen Gab's auch schon, dass ich gemerkt hab, boah das interessiert mich.
00:40:26: Da will ich einen Film machen nur um dann zu merken okay da fehlt mir jetzt aber noch vollkommen irgendwie eine Figur oder ein Mensch dazu.
00:40:33: und das Spannende finde ich da aber auch, dass es sozusagen man eigentlich nur den meisten Leuten irgendwie Zeit geben muss, dann hört man da sehr schnell Geschichten und auch spannende Dinge, die sich unbedingt immer dass man da so vorzeigt ok das ist für einen langen Film geeignet.
00:40:52: Durch diese Erfahrung mit diesem eigenen Film und der eigenen Familie würde ich ja schon sagen, dass meine Ohren da sehr für Themen... Also Themen dann eben nicht.
00:41:02: Aber für Menschen und deren Erlebnisse in diesem Bereich gespitzt sind und wo ich dann auch gerne zuhör und nachfrag und mich auch tiefer damit beschäftige.
00:41:13: Ja super!
00:41:15: Hast du wenn du dann dich an den Schreibprozess setzt im bestimmten Ort?
00:41:21: Hast du da immer einen Ort, wo du hingehst und dich hinsetzt oder kannst du jetzt auch überall schreiben?
00:41:27: Wie ist das bei dir?
00:41:28: Ich will mal sagen ich tue mich da bis heute immer noch sehr schwer.
00:41:31: Wo ich dann irgendwie arbeite also bin ich mich jetzt gerade an diesen Film erinnere Da hatte ich mit meinem Produzenten super Partner dem wenn ich was geschickt habe Dann war irgendwie zwei Stunden später Das ganze mit Notizen zurückgeschickt Und der Frage wann wir telefonieren können Und ich selber hatte mich allerdings zu dem, was ich ihm geschickt habe oft dann so ein bisschen durchringen müssen.
00:41:52: Ich glaube da bin ich inzwischen so'n bisschen besser geworden diesen Prozess hinzubekommen.
00:41:58: Hängt aber auch damit zusammen dass sich glaube ich lange Zeit... nicht so genau wusste, wie ich so funktioniere.
00:42:03: Also dass ich eben so ein bisschen auf dem Spektrum unterwegs bin.
00:42:07: Das heißt wenn ich dann mal im Tunnel bin und im Flow, dann bin ich da auch wirklich gut drin, da reinkommen ist aber oft eher die Schwierigkeit für mich.
00:42:18: Ich finde es ganz lustig weil ich wiederum viel mit Robert und Flo die ja sozusagen da wirklich Profis sind, morgens zur selben Zeit hinsetzen und los schreiben.
00:42:29: Da versuche ich mich nach wie vor immer inspirieren zu lassen weil ich tue mich manchmal tatsächlich mit dem Schreiben selber schwer.
00:42:37: Ich tue mir sehr leicht damit wohin zu fahren und irgendwie mit jemanden zu reden oder zu drehen und auch mit dem Schnittprozess aber mit dem mit dem schreiben selber das ist oft tatsächlich noch mal so ein bisschen so einen Kampf Aber ich hoffe, dass ich da auch in Zukunft noch einfach besser wäre.
00:42:57: Auch durch das Kennenlernen der eigenen Art und nicht den Versuch irgendwie einen Prozess mir aufzustülpen, der für mich gar nicht passt.
00:43:10: Also ich weiß inzwischen sehr gut, dass sich da eben schauen muss, dass es gut in den Tunnel kommt, dass dann aber auch energetisches Schaffe da früh genug wieder rauszukommen dass ich am nächsten Tag da mich komplett erholen muss, weil ich kann dann auch wirklich da konsequent drin bleiben.
00:43:26: Und ja hab also an sich glaube ich das Problem wie viele die sozusagen jetzt nicht an der Schreibmaschine arbeiten, dass natürlich auch Tausend Ablenkungen direkt an meinen Fingerspitzen sitzen.
00:43:44: und Ja, also wird nach wie vor sagen das ist für mich eine Herausforderung.
00:43:52: Weil du grad Robert und Flo schon erwähnt hast!
00:43:55: Lass uns doch mal über den Klub XXIII plaudern.
00:43:58: Du betreibst ja gemeinsam mit den Professoren- und Trebuchautoren Robert Krause und Florian Buchert die Kreativ- und Schreibtschule Club XXIII Wobei ich euch zukünftig auch unterstützen werde und mich schon sehr darauf freue.
00:44:11: Super wird.
00:44:13: Wie kam es denn dazu, dass ihr den Klub XXIII gegründet habt?
00:44:18: Das war so.
00:44:20: Als ich mich mit diesem Stoff beschäftigt habe über meinen Großvater wurde dieses Seminar wieder angeboten und da hatten mir eben schon mehrere Leute gesagt wie toll das sein wird den Stoff da drin als fiktionales Drehbuch zu schreiben.
00:44:35: oder ich meine die anderen haben gesagt, Fiktionale Drehbücher bei denen zu schreiben das ist super und die entstehen vor allem dann auch in diesen dreiundzwanzig Tagen.
00:44:43: Also Dreh Buch in dreiund zwanzig Tage war das Terminat, dass ich bei denen gemacht habe.
00:44:47: Daher übrigens auf der Name Club Dreiundzwantzig, der kommt von Doris Dörlje, die damals die Professorin war und die dann gesagt hat ihr hier seit im Club Dreyundzwanzig.
00:44:58: Und dann kam ich in dieses Seminar glücklicherweise rein und hab mit denen meinen Stoff geschrieben.
00:45:07: Ich habe meinen Stoph geschrieben, sie haben nach Kräften unterstützt weil ich zu diesem Zeitpunkt auch viele Dinge übers Fiktionale schreiben überhaupt nicht wusste.
00:45:15: also ich weiß noch wie die an Tag drei mich mal gefragt haben ob ich denn schonmal vom dramatischen Erzählen gehört hätte und das war ein sehr subtiler Wink mit dem Zaunfall.
00:45:27: Und so hatte ich mich dann in diesem Seminar tatsächlich recht viel durchgequält, weil ich sehr mit diesem dokumentarischen Ansatz da reingekommen bin und mich teilweise auch schwer getan hat zu lösen von dem was ich sozusagen wusste.
00:45:44: Und irgendwie zuzuspitzen und wegzulassen dass es der Geschichte dient.
00:45:52: Und das war aber dadurch, dass diese sozusagen auf eine sehr elegante Weise mir ermöglicht haben dann reinzukommen.
00:46:00: Aber eben auch viele andere Dinge als Regeln aufzustellen die mir geholfen haben also auch dieses Unperfekt sein.
00:46:07: dieser Perfektionismus war für mich lange ein ganz großes Hindernis.
00:46:12: Also ich habe in der Schule Hefte neu geschrieben, wenn irgendwie einen Eintrag mir nicht gefallen hat oder der nicht gepasst hat.
00:46:20: Dann habe ich noch mal von vorne angefangen und auch ... Ich weiß noch, ich hab mal angefangen... Oder ich hab einmal versucht Tagebuch zu schreiben Und hatte auch bei diesem Tagebuch den an, also hab schon irgendwie ganz derzeit so mitgedacht.
00:46:32: So zwei Hundert Jahre später wenn dieses Buch gefunden wird dann muss das irgendwie genau diesen literarischen Ansprüchen gerecht werden die Leute dann an meinen Tagebuch haben müssen.
00:46:43: Also weiß nicht ob mehr Perfektionismus irgendwie geht und sowas muss ja eigentlich.
00:46:46: dieser ganz persönliche Prozess ist mit mir selber da den Tag zu reflektieren.
00:46:52: Da gab es eben bei Robert & Floh auf einmal diese Freiheit zu sagen ne Also das muss jetzt nicht so voll perfekt sein.
00:46:58: Du schreibst jetzt einfach erstmal und du musst auch erst mal schreiben, ja?
00:47:01: Und es ist auch ganz normal dass du erstmal irgendwie eine Fassung hinsetzt und die ist noch nicht perfekt weil das ist immer so und das passiert doch bei uns so und es passiert bei allen anderen so die so schreiben und das wichtig ist eigentlich einfach nur mal dass du dir die Erlaubnis gibst zu schreiben.
00:47:16: Das hat tatsächlich auf eine Art bei mir so einen Stöpsel gezogen.
00:47:21: Aber einmal habe ich gemerkt, ja nee okay wenn ich diesen Anspruch los lasst dann kommen auch ganz viele Sachen und dann wird es auch auf einmal ein ganz anderer Prozess und gleichzeitig aber auch diesen Rahmen zu haben weil auch wiederum zu merken ok ich bin sehr gut da irgendwie ausufern zu recherchieren um mich mit allen möglichen zu beschäftigen was mich interessiert.
00:47:42: aber am Ende geht's ja irgendwie um etwas Konkretes Und da war das dann irgendwie, dass die mir diesen Rahmen gegeben haben.
00:47:49: Am Ende kam auch ein Drehbuch raus und das hat wiederum super viel Spaß gemacht, es zu pitchen weil da gab's nach dem Seminar eine Pitch-Veranstaltung und auch da wieder Produzenten kennenzulernen.
00:48:00: Da kommt sozusagen anschließend unser vorhin noch der HFF Bonus natürlich dazu, wenn so eine Klasse von der HFF Produzentin einlädt, wollt ihr euch Stoffe anhören?
00:48:12: Dann sagen die meisten eigentlich da, wenn ich Zeit habe komme ich natürlich.
00:48:16: Und wenn ich keine Zeit hab dann versuche ich Zeit zu machen.
00:48:18: also das ist tatsächlich schon auch wieder eine sehr privilegierte Position die man da hatte.
00:48:23: und als dieser Seminar dann vorbei war, habe ich kurze Zeit später die zwei gefragt hey ihr hattet doch im Seminar immer mal wieder drüber gesprochen dass ihr überlegt ein Buch zu schreiben oder irgendwie das was ihr da macht auch noch anders zu teilen.
00:48:38: habt ihr nicht Lust?
00:48:39: Dass wir das in einer online Form packen?
00:48:41: Und dann haben die zwei gesagt, ja wir haben Interesse.
00:48:46: Es war noch so ein bisschen wie wenn du den Film The Founder kennst über die Geschichte von McDonalds.
00:48:52: Es waren auch so ein bisschen lustigerweise das zu sagen dass sie uns selber dramatisiert haben oder gerade Robert und Flo so ein bissel die Angst hatten dass ich ihnen das wegnehmen könnte.
00:49:02: aber ich glaube es hat sich inzwischen gelegt dass die zwei wissen dass ich das als Team eigentlich super genieße zu machen mit denen zusammen.
00:49:11: Und so haben wir dann angefangen.
00:49:13: Corona hat da noch geholfen, weil auf einmal mussten die ihr Seminar in Videoform geben oder online und dann hatten sie dadurch schon angefangen sich Webcams zu besorgen und aufzunehmen.
00:49:28: So ist der erste Kurs entstanden den wir gemacht haben.
00:49:33: Das hat sich weiterentwickelt dass ich inzwischen auch manchmal zusammen mit denen Seminare gebe an der HFF zum Beispiel dann in der Summer School und auch in anderer Form.
00:49:45: Und das unheimlich genieße, weil ich nach wie vor den Zweien so dankbar bin dass die mir da irgendwie ermöglicht haben mit meinem eigenen Perfektionismus und dem ganzen anderen Schreibverhinderern besser zurechtzukommen Und wir da jetzt zusammen was machen, wo wir viele Leute haben die dann wenn sie uns schreiben sagen ich hätte gar nicht für möglich gehalten.
00:50:05: Was sich was da geht und das habt ihr ermöglicht gemacht dass die haben dann oft schon irgendwie andere Dinge mal ausprobiert gehabt sind da auch oft nicht weitergekommen bis zu gescheitert und dann auf einmal so zu hören Ich habe mein buch mit euch fertig geschrieben.
00:50:19: Ich kann es gar nicht fassen aber Es ist da und vielen vielen dank euch.
00:50:24: Das macht mir unheimlich viel Spaß, weil ich glaube wir konnten alle drei da was in die Sachen reingeben und können das nach wie vor in unserer jeweils verschiedenen Art.
00:50:35: Und machen da glaube ich ein Programm, was den Leuten, die das machen dann unheimliche hilft.
00:50:41: Und dass ist irgendwie immer die Freude auch dabei zu sehen so boah!
00:50:46: Da haben wir wirklich jemanden etwas ermöglicht, was anders vielleicht gar nicht oder nicht so schnell oder auf alle Fälle nicht in der Form möglich gewesen wäre und das ist auch unabhängig motivierend für mich.
00:50:58: Richtig, also ich finde es auch so toll weil es geht jetzt nicht um reine Dramaturgie und das kreative Schreiben sondern wirklich eben auch ins Schreiben zu kommen und etwas fertigzustellen.
00:51:10: Das ist eben das Besondere an den Kursen dass man dann wirklich sagt Jetzt hat man's wirklich durchgezogen Schritt vor Schritt wenn wir die Fragen an den richtigen Stellen die richtigen Fragen an dem richtigen stellen stellt.
00:51:23: Nein, es ist wirklich toll und ich freue mich wirklich auch mit zugünftig dabei zu sein.
00:51:28: Ich freue mich da auch sehr weil wir da bisher... Ich glaube du ergänzt uns in vielerlei Hinsicht sehr gut.
00:51:35: Ich bin da auch sehr gespannt, wie das werden wird.
00:51:39: Weil wir da selber jetzt schon in unsere verschiedenen Limits gekommen sind und ich glaube du bist da auch mit deiner Art was wir bisher noch gar nicht so stark vertreten haben und du tippst ja auch genauso.
00:51:56: also es ist wichtig dass man da Ja, dass man da diesen Anspruch hat an die Leute auf eine Art zu berühren.
00:52:04: Dass sie davon profitieren und das finde ich auch das Schöne bei Robert & Flo und eben auch bei dir.
00:52:09: Dass es nicht irgendwie um Ego-Gestreichle geht sondern wirklich den aufrichtigen Wunsch anderen was zu geben.
00:52:16: Und auf einer Art habe ich das auch erst vor kurzem gemerkt, dass die Leute mit denen ich gerne zusammen arbeite sind auch solche jetzt irgendwie einen aufrichtig die aufrichtige Intention haben, dass es da was gibt.
00:52:30: Was man teilt und das macht dann glaube ich allen einfach Spaß und das spüren dann auch die Leute, die das machen, dass da jetzt nicht jemand ihnen etwas sagt weil das für die ist sondern also... dass das was ihr jetzt gerade bekommen für sie ist und dass sie das nicht nur sehen oder erleben weil da jemand das Bedürfnis hatte, etwas von der Kamera zu sagen.
00:52:54: Und das glaube ich macht schon vielfach den Unterschied grade wenn ich dann an mich selber denke, dass ich... Dass wenn ich denn irgendwie mit dem Material arbeite, dass es da selber auch wieder was lernen kann.
00:53:04: also wie gesagt vorhin Ich tue mich ja selber mit meinem Prozess immer noch schwer Nicht zu selten an Robert und Florian, was die alles immer erzählen.
00:53:16: Und wo ich dann selber merke, ja... Ich schneide das jetzt aber in keiner Weise stehe ich da drüber.
00:53:22: Also so geht es den beiden auch, dass sie immer wieder erzählen wie sie im Seminar was den Leuten beibringen und sich dann denken halt Moment mach' ich das eigentlich gerade bei meinem Stoff?
00:53:31: Nee!
00:53:32: Ganz gute Idee!
00:53:33: Ja, genau.
00:53:36: Nein ist schon das auch so toll?
00:53:37: dieses auf Augenhöhe Das ist so eine Gemeinschaft und dieses positive Bestärken und Motivieren gegenseitig.
00:53:44: Das ist doch das, was uns kreativer alle zusammenhält.
00:53:48: Und so ein Ob zu schaffen mit Club XXIII, dass da so kreative, egal jetzt ob aus dem Drehbuchbereich oder aus dem Romanbereich oder vom Hörspiel, alle zusammenkommen können sich kennenlernen können.
00:54:02: Dass es zwar zusammenarbeiten kommt Ja, das wird da Schritt zu Schritt zusammen durchgehen und dieser Zusammenhalt.
00:54:09: Ich finde es toll!
00:54:10: Das ist auch etwas was mich total erfüllt und da habe ich so einen Spaß und so eine Freude dran.
00:54:15: und ja... Es ist wirklich klasse!
00:54:18: Hast du jetzt so aus der Erfahrung, so von euren Kursen hast du damals beobachtet gerade bei Nachwuchsautoren und Autorinnen?
00:54:29: Was so typische Anfängerfehler sind?
00:54:31: kannst du da was
00:54:32: sagen?!
00:54:34: Also zum einen zähle ich mich da auf eine Art lustigerweise immer auch noch dazu und merke dann, dass das auch ganz leicht ist, trotzdem wenn man schon Dinge gemacht hat wieder reinzufallen.
00:54:46: Ich glaube viele kommen mit einem ganz ähnlichen Anspruch daran, dass sozusagen ab dem ersten Wort und ab der ersten Zeile muss es schon sitzen und man muss alles wissen.
00:54:58: Da ist auch viel Händnis, diese Gefahr zu sagen ich muss noch mehr recherchieren oder ich muss diesen Anfang erst richtig gut hinbekommen.
00:55:10: Das glaube ich schon oft da und dann auch einfach so eine Geschichte, also ich stemme das immer wie ein Zeltbau vor Und dass man da einfach eigentlich sehr viele Hände gleichzeitig brauchen muss, um sich vorzustellen wie dieses Zelt denn aussehen wird.
00:55:26: Aber man hat dann nur diese zwei und muss da irgendwie halt der Reihe nach versuchen das aufzubauen wirklich so tief in ihrer Geschichte sind, dass es manchmal einfach schwer fällt das auch von außen zu betrachten.
00:55:39: Also gerade wenn diese Geschichte irgendwie was biografisches, autobiografisches vor allem hat dann kommen da ganz schnell sehr viele Dinge rein und da hilft's dann oft irgendwie diese Konkreten Werkzeuge zu haben weil da ist sehr viel durch die Emotionen Und sehr viel durch die Geschichten glaube ich schon da, was einen in Richtung entlenkt.
00:56:00: Aber die helfen einem nicht unbedingt dass es zu einer Geschichte wird.
00:56:03: Die helfen einem das man sich in dieser Welt sehr gut aufhalten kann und auch aufhalten in dem Sinne, dass man sich tatsächlich vom Schreiben abhält weil man sich sozusagen beschäftigt, weil man irgendwie dann noch in viele Dinge eintaucht.
00:56:15: Die helfen aber nicht unbedingt der Geschichte und das Spannende ist dann oft zu sehen wenn diese Leute dann sich tatsächlich darauf einlassen dass in diese Form bringen, dass sie dann auf einmal so frei und gleichzeitig so stark sind.
00:56:32: Weil Sie sehen irgendwie okay ich kann das jetzt beherrschen also... Die Begrifflichkeiten sind irgendwie immer sehr stark, aber an wirklich zu merken.
00:56:42: sozusagen ich kontrolliere jetzt auch irgendwie da was von dem Prozess.
00:56:46: Auch wenn da ganz viel dabei ist das nicht kontrollierbar ist.
00:56:48: Aber ich habe über einen Teil Kontrolle gewonnen und ich merke auch in welcher also wie dann tatsächlich die Dinge in den Fluss kommen weil viele dieser anderen Sachen blockieren erst mal.
00:56:57: Da ist man die ganze Zeit dass man ja irgendwie wie gehemmt ist fast zu tippen und irgendwas auszuprobieren.
00:57:05: Ich kenne das dann selber noch in dieser anderen Form, dass man sich manchmal anfängt zu überholen.
00:57:10: Weil es auf einmal irgendwie so überraschend kommt, dass er irgendwie ein Damm gebrochen ist.
00:57:15: Aber ich glaube für viele, wo ich das sehe, ist dieses diese Anspruch der irgendwie auf der einen Seite hemmt und auf der anderen Seite dieses zu merken was jetzt wirklich für den Prozess hilfreich?
00:57:29: Und was ist tatsächlich?
00:57:30: einfach nur eine Beschäftigung mit dem Ganzen?
00:57:34: Ja.
00:57:35: Das ist ihm das Schöne, weil wir selbst mit vollem Prozess drinstecken, ne?
00:57:39: Wir wissen selber aus eigenen Erfahrungen ja wo Schreibverhinderer sich versteckt halten.
00:57:46: Wobei vielleicht geht es ja auch so dieses dass man immer wieder also ich merke es immer wieder dass die sozusagen die bleiben auch da und das ist schon immer wieder ein bewusstes Beschäftigen damit zu merken ah jetzt ist es wieder!
00:57:59: Das Bewusstmachen.
00:58:01: Man muss sich erst mal bewusst machen, aufschreiben finde ich auch wichtig, dass man sich wirklich auch mal aufschreibt was sind meine persönlichen Schreibverhinderer?
00:58:09: Sich vielleicht eine Strategie dazu überlegen.
00:58:11: okay wenn ich wieder in dieser Situation stecke was mache ich dann und das ich das wieder?
00:58:16: ah wie gesagt wenn sie sich einmal bewusst gemacht hat dann kann man sicher dabei ertappen Oh, okay.
00:58:22: Ich bin gerade dabei mein Geschossspieler auszuräumen.
00:58:24: Warum?
00:58:25: Ich müsste eigentlich am Scheintag sitzen!
00:58:27: Was habe ich mir für eine Strategie überlegt?
00:58:29: Genau...
00:58:31: Ach du, wir haben jetzt schon ne Stunde gequatscht und ich würde trotzdem noch mal anbauen bevor ich zu diesen Fragen komme.
00:58:37: Ich hab ja.
00:58:37: in der Community frage ich immer, ob es... fragt euch immer schon mehr so in meinen Podcast kommt und ob Fragen so gestellt werden sollen.
00:58:48: Ich würde dir trotzdem noch mal, weil das geht mir nicht aus dem Kopf.
00:58:50: Du warst da jetzt im Urlaub in Neuseeland und in Australien?
00:58:54: Und ich höre dich nur sagen ... Ach ja!
00:58:56: Man kann auch zu langen Urlaub machen.
00:58:59: Das musst du uns bitte erklären.
00:59:01: Wie kann man denn bitte zu lange Urlaub tun?
00:59:04: Ja, es war tatsächlich spannend zu merken dass wir glaube ich eine Notab gemacht haben der zu voll getaktet war also die ganze Zeit was los war und das ist gar nicht diese Momente gab, wo man mal einfach nichts zu tun hatte.
00:59:18: Also auch wenn das sozusagen Urlaub und Reisen entdecken ist, dass auch des Verarbeitungszeit braucht.
00:59:25: Und dieser Urlaub war auch in dieser Hinsicht so ein Lernprozess zu merken wie wir also meine Freunde mit denen ich das gemacht habe.
00:59:35: Wir beide brauchen eigentlich auch Zeiten, wo wir einfach mal Ruhe haben vielleicht ein bisschen alleine Zeit verbringen, um diese Sachen zu verarbeiten mit denen wir uns da beschäftigt haben.
00:59:47: Weil ich hab zwischendrin gemerkt wie ich gar nicht mehr aufnahmefähig war, wie es wirklich so Tage gab wo ich fast schon mich gefragt habe was mach' ich hier eigentlich?
00:59:54: Also ich hab so gemerkt die dieses an coolen Orten sein gar nichtmehr irgendwie einen Reiz hatte sondern ich irgendwie so ein bisschen ihr Lost unterwegs war und bin aber auch halt grundsätzlich jetzt jemand.
01:00:10: Ich mache die Sachen, an denen ich arbeite unheimlich gerne.
01:00:13: Also das heißt für mich ist jetzt nicht Arbeit, oh Gott, ein Montag schon wieder!
01:00:18: Jetzt muss sich da irgendwie was machen, sondern... ...ich bin schon am Sonntagabend irgendwie am vorbereiten, was ich irgendwie am nächsten Tag machen kann und muss da eher darauf achten dass ich früh genug ins Bett gehe, dass ich da irgendwie am Montag meine Sachen mach und nicht irgendwie noch in die Nacht reinarbeite auch natürlich sowas wo es interessant ist zu merken, was sind also die eigenen Stärken, Schwächen und Muster.
01:00:41: Und in diesem Urlaub habe ich natürlich dann auch zwischendrin immer mal wieder gearbeitet.
01:00:47: Das war dann auch ein ganz guter Ausgleich weil dann habe ich so mehr geschätzt was wir dann so gemacht haben oder es war einfach schön an welchen Orten man da arbeiten konnte.
01:00:59: das also... Ich hab' auch da das Gefühl gehabt dass sich sehr gut erwischt hatte mit vielem was mir da möglich ist und hab die Arbeitarbeit auch manchmal wirklich vermisst gehabt, wenn sie nicht möglich war.
01:01:19: Das, was ich als Arbeit mache, ist jetzt nicht die klassische Arbeit, die man macht zum Geldverdienen sondern die, die mir halt Spaß macht.
01:01:27: Und das glaube ich ist auch etwas Unheimlich Schönes!
01:01:31: Also das ist natürlich gleichzeitig immer diese Berufskrankheit, mit Geschichten beschäftigt und in diesem gerade dokumentarischen unterwegs ist, dass man die ganze Zeit sozusagen arbeiten kann.
01:01:44: Also da muss man manchmal schon fast bewusst sagen so okay ich merke grad das war so nämlich spannend und meine ganzen Interessenfühler die fahren sich schon aus.
01:01:52: aber jetzt muss ich mal ein bisschen auf mich achten und da vielleicht einfach das später verlegen und jetzt den Ausblick genießen und das Leben mal gut sein lassen.
01:02:05: Ihr habt auf jeden Fall viele Erinnerungen gesammelt und wieder Erfahrungen auch.
01:02:10: Also
01:02:10: ich freue mich, dass du jetzt wieder in Deutschland zurück bist.
01:02:12: Das war ja manchmal gar nicht so einfach, wenn wir im Meeting hatten oder mal telefonieren wollten.
01:02:16: Da hast man zu welcher Zeit machen wir das jetzt?
01:02:18: Entweder war es bei dir total früh oder hier war es schon sehr spät aber wir haben sie alles hingekriegt.
01:02:25: So Nebeneffekt, wenn die Welt auf einmal so klein wird weil man da überall hin reisen kann.
01:02:32: War auch mal ein Erlebnis dabei wo du dich überwinden musstest, also wo es direkt mal abenteuerlich wurde?
01:02:39: Es gab schon so'n paar Klippen würde ich mal.
01:02:41: Also wirklich ganz physische Klippe wo ich gemerkt habe so hui okay mit manchen Höhen hätte ich jetzt nicht gerechnet und merke auch dass der Magen da gleich sagt da mal vorsichtig stand.
01:02:56: also hatte ja gerade in den zwei Ländern viele Naturmöglichkeiten, wo man wirklich auch mal hoch rauf kann oder an schöne Ecken gab jetzt nichts.
01:03:07: Also doch der eine Canyon, der Kings Canyon in Australien war schon ziemlich heftig zu merken und dieser Kante zu stehen.
01:03:16: Und dann bin ich später von der Seite hinzuschauen und zu merkt da war gar nicht so viel unter mir.
01:03:24: Solche Sachen waren dann schon hart.
01:03:29: Ja, also ich würde mal sagen das war jetzt alles... Also gab es keine Mutprobe-Stellen wo ich gemerkt habe.
01:03:37: Das muss ich mir beweisen dass ich da hingehe.
01:03:38: Da bin ich dann glaube ich auch schon so ein bisschen eher vorsichtiger unterwegs.
01:03:42: aber die Sachen die wir an sich gemacht haben waren einfach alle schön.
01:03:49: und wenn man merkt, was da sozusagen an Natur da ist.
01:03:55: Das war einfach eine Erfahrung.
01:03:56: also sei es jetzt der Wind die Wellen oder auch diese wie am Canyon dann die Felssteine wo man merkt wie klein man irgendwie ist im Vergleich und dass man bei dem was man da sieht über Millionen oder manchmal Billionen also das im deutschen Milliarden Jahre redet, in welcher Zeit das entstanden ist und eigentlich auch immer noch im Prozess ist.
01:04:22: Dass sozusagen der Geschichten erzählt werden, wo man nicht mal ein Komma im Vergleich ist.
01:04:28: Das war schon ziemlich herrmbling auf Englisch, weil ich weiß gar nicht, was das Deutsche wäre.
01:04:35: So ein bisschen zu merken wie... was man eigentlich ist, wenn man so ein bisschen rauszoomt.
01:04:41: Und dass es dann aber trotzdem fantastisch ist irgendwie solche Dinge zu sehen und zu wissen und zu merken, was da irgendwie alles um einen rum ist...und war!
01:04:50: Hattest du eine Begegnung mit einem giftigen Tier?
01:04:56: Also hatten wir am Anfang erwartet das ganz viel passieren würde haben wir dann aber bald gemerkt.
01:05:00: Wir waren ja auch in der winterlichen Zeit.
01:05:03: Da sind viele von denen gar nicht so aktiv.
01:05:08: Giftig war, glaube ich die Zecke, die ich mal hatte.
01:05:14: Die habe ich auch vollkommen falsch entfernt.
01:05:16: Also für alle, die nach Australien fahren und denken das ist wie eine europäische Zeckel, die man am besten einfach versucht als Ganzes wegzumachen mit einer Karte oder notfalls mit den Fingernegeln.
01:05:28: Nee!
01:05:28: Die australische Zekke sollte man auf alle Fälle einfrieren vorher und dann erst entfernen Habe ich nicht gemacht, hatte aber Glück weil es wohl keine war von denen die einen lähmen können oder dazu führen dass man danach auf Fleisch allergisch ist.
01:05:45: Das waren beängstigende Google-Gescherche die direkt aber erst danach gemacht haben.
01:05:51: Danach gemacht!
01:05:52: Ach verrückt Eine Freundin von mir war ja mal in Australien, die musste immer die Schuhe kontrollieren ob da irgendwelche Schlangen drin sind.
01:05:59: Also da wäre ich heraus gewesen ab dem Punkt.
01:06:02: Das ist das.
01:06:02: mit Schlangen kann ich mich nicht anfreunden.
01:06:04: Wir haben glaube ich leider nicht mal eine Schlange gesehen.
01:06:07: Leider?
01:06:08: Ja also zu sehen waren da viele Tiere und es war auch wirklich toll viele zu sehen oder viele aus der Nähe zu sehen.
01:06:15: Koalas, Kängurus, Kamile... Das fand ich schon gut.
01:06:22: Aber Schlangen haben die uns immer gesagt, wenn wir gefragt haben, nee, den ist zu kalt, die liegen irgendwo und machen Winterschlaf.
01:06:30: Also es waren hier die kleinen Dinge einmal die Zecken und einmal die... Werten sie die Liches?
01:06:35: Die Blutegel.
01:06:38: Die waren eigentlich eher diejenigen, die uns begegnet sind aber mehr war's dann auch nicht.
01:06:43: Die einzige giftige Spinne dieser Gip, die haben wir im Museum gesehen und dann haben wir auch erfahren Wenn man der begegnen will, dann muss man in Schuppen... ...in die dunklen Ecken gehen und das hatten wir jetzt tatsächlich auf unserer Reise gar nicht vor.
01:06:56: Habt du
01:06:57: es eng geplant?
01:06:57: Ja ne!
01:07:01: Kommen wir zu den Fragen von unseren Hörern und Hörerinnen.
01:07:05: Ellen fragt, welche Serie würdest Du ganz selbst geschrieben haben?
01:07:10: Ähm... Welche Serie...?
01:07:16: Also ich hab letztens nochmal so im Breaking Bad reingeschaut hatte das Gefühl, dass ... weiß ich nicht, ob ich's hinkriegen würde.
01:07:27: Aber ich fände es unheimlich spannend so was zu erzählen.
01:07:31: Ich glaub Breaking Bad und Madman.
01:07:36: Das waren die zwei Serien, die sind schon älter, aber die fand ich unheimliche reizvoll.
01:07:43: Madman wegen der Zeit, wo ich mich mit meinem Großvater beschäftigt hatte.
01:07:48: Und diesen... den Figuren, die in dieser Zeit dann davor kommen und Breaking Bad einfach weiß zu einem Erlebnis ist diesen Wandel mitzuerleben.
01:08:02: Und auch diese... Also auf diese Art bin ich ein großer Amerika-Fan Auch wenn es ja eine... In dieser Fiktionalisierung stattfindet.
01:08:13: aber so mag ich irgendwie.
01:08:16: So erlebe ich Amerika gerne.
01:08:20: Okay Christian fragt, welcher Film tut hat dich bis heute nicht losgelassen?
01:08:27: Ähm... Sind Fragen?
01:08:28: ne.
01:08:29: Das sind Fragen ja.
01:08:31: Also spontan denke ich da an das was alle sagen würden.
01:08:35: aber ich habe Bambini gesehen dass das irgendwie so der schlimmste Film tut war.
01:08:39: Ich glaube allerdings es waren andere Dissen.
01:08:41: doch ich erinnere mich zwar ein anderer Disney-Film ist bei König Der Löwen.
01:08:44: Den hab' ich Da weiß ich noch.
01:08:46: den habe ich zusammen mit meiner Schwester auf der Couch geschaut und da hatten wir Besuch Und ich weiß noch, wie ich die Tränen unterdrücken musste.
01:08:54: Weil nicht die Situation fand, wo ich jetzt weinen darf, weil da neben uns das Kaffee-Grenzchen war.
01:09:02: Aber das war sehr prägend.
01:09:06: Dieser Moment ist mir auch in Erinnerung geblieben.
01:09:11: Die nächste Frage ist von Maike.
01:09:18: Ganz lange habe ich immer wieder Kevin allein zu Hause geschaut ein unheimlicher Fan dieses Hauses war.
01:09:26: Ich wollte nämlich ganz lange einfach Architekt werden und habe dieses Haus dann auch immer wieder nachgezeichnet, umgeplant und so.
01:09:32: Und das war auch der erste Film wo mir beim Wiederholten schauen dann so Filmfehler aufgefallen sind.
01:09:39: Und ich fand diese weihnachtliche Stimmung in der es passiert auch unheimlich reizvoll.
01:09:46: Deswegen für viele Jahre habe ich immer wieder diesen Film angeschaut.
01:09:54: Ich überleg grad, aber ich bin da auch immer ganz schlecht dann so mit Filmtiteln.
01:09:59: Es gab letztens auch wieder einen den ich ... Den wollte ich anschauen, hab mich noch gefragt wann ist ein guter Zeitpunkt?
01:10:08: Aber den will ich auf alle Fälle wieder anschauen.
01:10:10: Da bin ich schlecht mit Titeln, aber Kevin allein zu Hause ist auf allen Fällen einer.
01:10:14: Den habe ich, glaub ich, der Film will ich am meisten in meinem Leben angeschaut haben.
01:10:19: Weil du es gerade mir den Filmfehlern angesprochen hast, verrätst du uns ein?
01:10:24: Ich glaube der erste den ich entdeckt habe ist so ein ganz trivialer, dass in der weiten Einstellung wird der Topf auf eine Fliese draufgestellt.
01:10:30: Also nicht über die Fliesenkanten geht und in einer nahen Einstellung steht er dann genau auf den Fliesen-Kanten drauf.
01:10:37: Und als ich das gesehen hab, da hab' ich tatsächlich dann... also war glaube ich VRS... Genau!
01:10:42: Ich hatte den auch VRS, weil ich dann die ganze Zeit vorhin zurück gespielt habe.
01:10:45: Ich mir dachte, das wäre ja komisch.
01:10:46: Das ist schön.
01:10:52: Felix fragt Was war die beste Entscheidung deiner Karriere bisher?
01:10:57: Ich fühle mich so ein bisschen schwer mit diesen Fragen, die auf eins runterbrechen.
01:11:02: Weil ich weiß gar nicht wie ich vorhin glaube ich schon so durchklängen lassen hatte ich extrem viele Leute, die mich vor gute Wahlen gestellt haben wo auch in der Zusammenarbeit mit den Leuten eine gute Wahl getroffen habe.
01:11:22: meinem Erlebnissen jetzt im Ausland, würde ich sagen die besten Entscheidungen, die habe ich gar nicht selber treffen müssen.
01:11:30: Die waren einfach schon für mich gefällt weil ich da geboren und aufgewachsen bin wo ich das bin und dadurch einfach so viele Dinge da waren wo ich eigentlich einfach nur das mitnehmen musste.
01:11:44: Auf eine Art wenn man es dann vielleicht glaube ich auch so einen Moment bringen will war's dass Also die Filmhochschule hat unheimlich viel in meinem Leben getan von den Leuten, die ich da kennengelernt habe und was sich dann sagen würde, was da die Entwicklung war.
01:12:01: Dass ich da glaube ich mich beworben hab obwohl es glaube ich einen Moment gab wo ich dann da gehadert hab ob ich's tatsächlich mach das war glaube ich dann so gesehen schon eine sehr gute Entscheidung das zu machen.
01:12:16: ja Und die Gründung von Club Dreiundzwanzig
01:12:19: Ja, also wie gesagt die Begegnung mit Robert und Florian und alles was daraus gekommen ist, das immer noch läuft.
01:12:27: Das ist natürlich auch toll.
01:12:28: aber wie gesagt es gibt so viele Sachen.
01:12:30: ich würde sagen... Was mein Vater immer gesagt hat dass aus es gibt eigentlich nichts was passieren kann was nicht auch irgendwie etwas Gutes hat.
01:12:41: und ich glaube mit der Sichtweise Ist manchmal in Geschichten schwierig, weil da will man ja dass das Dinge eigentlich eindeutig schlecht sind.
01:12:50: Aber ich glaube fürs Leben ist es eine ganz gute Rangehensweise, dass... Dass man bei allem auch wenn's irgendwie schlecht ist versucht dann das Gute zu finden.
01:12:59: Manchmal passiert es dann erst später und hängt dann aber trotzdem mit dieser schlechten Entscheidung zusammen.
01:13:04: Ja, das stimmt.
01:13:07: Und letzte Frage von Isa Welchen Rat würdest du deinem zwanzigjährigen Ich geben?
01:13:18: Entspann dich.
01:13:19: Ich glaube, das wäre... Wie schön!
01:13:23: Geht es locker an?
01:13:24: Ja, auch toll.
01:13:26: Das ist jetzt ja dann fast wie die letzte Abschlussfrage, die ich immer habe und zwar Welchen Rat hört es zu jungen Menschen in deinem Fall jetzt, die gerne in der filmbrangischer Fuß fassen möchten geben?
01:13:40: Ähm, ich glaub auf der einen Seite ist es nicht derselbe Rat den ich mir geben eben würde weil sich glaube ich vieles verändert hat.
01:13:51: Aber was mein Rad ist, das klingt wahrscheinlich jetzt auch super trivial aber dass man dranbleiben muss also dass sozusagen bei vielen Dingen einfach die Hartnäckigkeit siegt und es nichts bringt irgendwie viel einfach nur auf Glück zu spekulieren oder dass irgendwie ein Versuch reicht Und merke ich sofort, wie ich mich da ertappt fühle.
01:14:19: Weil ich das Gefühl habe bei mir war vieles irgendwie aber sehr einfach also dass sich da gar nicht sozusagen so hartnäckig wie jetzt mit Produzenten oder so suchen musste.
01:14:30: Aber andererseits glaube ich, dass dann Projekte... Also das sind ja auch alles irgendwie so Handschlag und Momente.
01:14:37: Die eigentliche Arbeit ist die, die dann einfach Arbeit ist.
01:14:42: Wo man wirklich dran bleibt wo man recherchiert wälzt und nochmal drüber geht.
01:14:47: Und auch wenn man sagt, aber eigentlich passt doch schon Wissen.
01:14:54: Nee es braucht das wo man dann wirklich sagt nee Das mache ich jetzt und das ist oft halt der Unterschied weil es gibt glaube ich ganz viele Leute die wollen das Ergebnis.
01:15:03: Aber der Unterschied sind Die leute die sagen ne Ich schaffs auch mit dem Prozess mich anzufreunden und ich merke auch Der prozess ist der der mir Spaß macht.
01:15:13: Weil ja, es gibt diese Momente im Kino wo man sich freut dass die Premiere stattgefunden hat.
01:15:18: Aber das sind halt wie gesagt nur die eineinhalb Stunden, die Jahre die man davor irgendwie mit der Arbeit verbracht hat.
01:15:25: Die muss man auch mögen weil das ohne die geht's nicht.
01:15:28: Ohne die ist man irgendwie nur so ne... Also ja.. Ist man nicht die Person die das wirklich erreichen wird?
01:15:37: Weil es nur geht, also das geht noch über den Weg.
01:15:39: Du kannst nicht ans Ziel in dem du hinbeamst.
01:15:42: Du musst den Weg gehen und du musst da Lust drauf haben.
01:15:44: Das heißt oft hartnäckig zu sein.
01:15:46: Und ich glaube, da ist der wertvolle Rat dann aber sich kennenzulernen und zu wissen was sind denn die Dinge, die mir Spaß machen?
01:15:54: Wo weiß ich denn dass es für mich Wert ist hartnägig zu seien?
01:15:59: Es bringt natürlich nichts irgendwie was zu... Also sich da reinzu steigern und so was zu zwingen, wo man eigentlich überhaupt keine Lust hat.
01:16:07: Da ist glaube ich das der eigentlich wichtige Rat sei hartnäckig bei den Dingen, wo du wirklich auch Spaß daran hast hartnägig zu sein.
01:16:15: Sehr sehr schön war ein toller Rat!
01:16:18: Ich hoffe
01:16:19: Ach du Lieber es war so schön dass du bei mir zur Gast warst.
01:16:22: Das war mir ein Fest.
01:16:24: Ich hoffe dir hat's auch Spaß gemacht?
01:16:26: Ja Also, lustigerweise über mich reden macht mir dann, wenn ich es dann tue, erstaunlich viel Spaß.
01:16:35: Das muss ich mir fast schon Gedanken darüber machen.
01:16:39: Also vielen Dank!
01:16:40: Es war wirklich toll.
01:16:42: Gerne, vielen Dank, war schön mit dir zu reden.
01:16:44: Schön.
01:16:45: Ihr Lieben, habt ihr Wünsche oder Anregungen?
01:16:48: Dann schreibt mir gerne unter podcast.heldenmomente atchimil.com Oder hinterlasst mir bei Instagram eine Nachricht.
01:16:56: Ich freue mich riesig, wenn ihr euch die Zeit nehmt um Heldmomente in eure Podcast App kurz zu bewerten und natürlich wäre ich euch auch sehr für ihre Unterstützung dankbar indem ihr diesen Podcast weiter empfehlt.
01:17:09: Bis zur nächsten Folge.
01:17:11: habt eine schöne Zeit euren Nika!
01:17:14: Tschüss!
01:17:20: Das war Helden Momente der Interview- und Talkpodcast mit Nikas Stevens und ihren Gästen produziert durch das Hirschbih-Studio Kreuzberg.
Neuer Kommentar